Internationaler Austausch zum Kulturmanagement in Beijing

Die 14. Internationale Konferenz für Kulturmanagement AIMAC fand vom 24. bis 28. Juni 2017 in Beijing, und damit zum ersten Mal in Asien, statt. Das Zentrum für Kulturmanagement der ZHAW präsentierte ausgewählte Forschungsergebnisse.

AIMAC GROUP PHOTO_kDie sehr gut besuchte Tagung bot zahlreiche Vernetzungsmöglichkeiten in der internationalen Arts Management Forschung und ein inhaltlich abwechslungsreiches Programmabwechslungsreich. Besonders prominent in diesem Jahr vertreten war der Themenschwerpunkt Kulturpolitik. Sehr eindrücklich war die Erfahrung, die von der kommunistischen Partei unter dem Vorsitz von Xi Xinping beschlossenen Ziele und Umsetzungspläne Chinas direkt vor Ort durch die zahlreichen Präsentationen junger chinesischer Wissenschaftler/innen kennen zu lernen und zu diskutieren.

Dr. Diana Betzler präsentierte ein Evaluationsprojekt, in dem vier ausgewählte regionale Kulturorganisationen hinsichtlich ihrer Grundvoraussetzungen zur Förderung der kulturellen Vielfalt untersucht wurden. Dabei wird die Forschungsfrage verfolgt, ob Institutionalisierungsprozesse die Produktion kultureller Vielfalt fördern oder eher behindern. Das Projekt wird im Rahmen der Initiative „Kulturelle Vielfalt in den Regionen“ der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia durchgeführt und finanziert.

Leticia Labaronne präsentierte die Ergebnisse einer Meta-Synthese, die den Korpus von angelsächsischen und deutschsprachigen wissenschaftlichen Publikationen über Leistungsmessung und Evaluation im Kulturmanagement umfasst und den gegenwärtigen Stand der akademischen Diskussion analysiert. Die Ergebnisse zeigen einerseits die Heterogenität und Vielgestaltigkeit der theoretischen Diskurse und andererseits weisen sie auch eine stark am positivistischen Paradigma orientiertes Evaluationsverständnis aus.

Des Weiteren zeigte Leticia Labaronne mit Co-Autorin Prof. Dr. Andrea Müller, ZHAW Zentrum für Human Capital Management, ein laufendes Forschungsprojekt, die die Tätigkeitsprofile und Rollen von Führungspersonen in der Kultur untersucht und zum besseren Verständnis von Leadership im künstlerischen und kulturellen Nonprofit-Sektor beitragen soll. Ausgangspunkt sind die zehn Managementrollen von Mintzberg, welche in die drei Kategorien interpersonelle, informationelle und entscheidende Rollen unterteilt sind. Erste Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Führungspersonen von Kulturinstitutionen zusätzlich zu den von Mintzberg aufgestellten traditionellen Rollen weitere Rollen innehaben, die sich am ehesten unter «persönliche Rollen» subsumieren lassen und Aspekte von «self-leadership» and «self-management» beinhalten.

Auskunft: Diana Betzler und Leticia Labaronne, Zentrum für Kulturmanagement

was Sie vielleicht auch interessiert...

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>