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ZHAW Start-up Challenge: Die Zweitplatzierten starten durch

Mit ihrem Unternehmen Advanon haben SML-Alumnus Phil Lojacono und seine beiden Geschäftspartner den zweiten Platz an der ZHAW Start-up Challenge im Mai gewonnen. Die Teilnahme am internationalen Wettbewerb an der Virginia Tech haben Sie damit zwar haarscharf verpasst. Dennoch ist das Resultat eine Anerkennung ihrer hervorragenden Geschäftsidee.

Phil Lojacono, Philip Kornmann und Stijn Pieper absolvierten im Sommer 2014 gleichzeitig ein Praktikum bei Google in Dublin. Bei einem Roadtrip durch Irland entwickelten sie ihre Geschäftsidee. Die drei verloren keine Zeit und stürzten sich ins Abenteuer Unternehmensgründung. Im März 2015 wurde die Advanon GmbH aus der Taufe gehoben. Das Geschäftsmodell ist einfach: Advanon ist eine Online-Plattform, die es KMU ermöglicht, ihre offenen Debitorenrechnungen sofort einzulösen. Der Service kostet sie 2,5 Prozent des Rechnungsbetrags. Auf der anderen Seite der Plattform sind Investoren wie vermögende Einzelpersonen oder institutionelle Anleger, welche die finanziellen Mittel bereitstellen und dafür attraktive 1,5 Prozent Zinsen erhalten (für 45 Tage). KMU erhalten also sofort Liquidität, Anleger eine attraktive Rendite. Die Differenz von einem Prozent bleibt bei Advanon, welche die Due Diligence übernimmt und natürlich daran interessiert ist, das Ausfallrisiko möglichst tief zu halten. Zwar ist Factoring, also die gewerbliche Übertragung von Forderungen auf einen Intermediär nichts Neues, doch Advanon revolutioniert das Business mit einer Online-Plattform, die KMU und Investoren automatisch zusammenbringt.

Advanon_Pitch1

Mit seiner engagierten Präsentation konnte Phil Lojacono die Jury der ZHAW Start-up Challenge überzeugen. Nur knapp reichte es nicht zum ersten Platz.

Finanzierung sichergestellt
Soeben hat das Unternehmen die Seed-Phase abgeschlossen. «Wir sind ganz zufrieden. Wir haben Stage 1 und 2 bei Venture Kick geschafft und dort Kontakte zu Business Angels knüpfen können. Davon sind einige bei uns eingestiegen», erklärt Phil Lojacono. Wieviel Geld das Unternehmen in der Finanzierungsphase insgesamt eingesammelt hat, darf er indes nicht verraten. «Der unterzeichnete Vertrag beinhaltet eine Schweigeklausel», so der SML-Alumnus (MSc Banking & Finance). Ab Juli kann sich Phil Lojacono nun voll dem eigenen Unternehmen widmen, das er als CEO führt. Seine Partner steigen im Juli und September voll ein.

Advanon_Team

Das Advanon-Team: Phil Lojacono, CEO; Stijn Pieper, CTO und Philip Kornmann, CFO (v.l.n.r.)

Die Erwartungen sind hoch: So werden ebenfalls Im Juli ein Marketingleiter sowie je eine Praktikantin sowie ein Praktikant für Business Development und Software Engineering ihre Arbeit aufnehmen. Ob eine Unternehmensgründung in einem so stark regulierten Umfeld wie der Finanzbranche nicht schwierig ist? «Wir haben zwar keinen Juristen im Team, doch lassen wir uns von einem Bekannten, der an der Uni Zürich Jura studiert, beraten. Zudem werden alle Verträge von einem Anwaltsbüro aufgesetzt und alle Angelegenheiten, welche die FINMA betreffen, lassen wir durch PwC regeln.» Ein weiteres heikles Thema ist die Datensicherheit. Noch nutzt man die Amazon Cloud, doch das soll sich bald ändern: «Wir arbeiten mit der Swisscom zusammen und werden die Daten in Zukunft in der Schweiz hosten», so der Jungunternehmer.

Unternehmertum im Blut
«Es war schon immer mein Ziel, ein eigenes Unternehmen zu gründen», sagt Phil Lojacono. Doch aller Anfang ist schwer: «Als Kind habe ich versucht, selber gemachte Zeichnungen zu verkaufen. Das lief allerdings nicht so toll. Da habe ich gemerkt, dass Zahlen eher mein Ding sind», sagt er mit einem Schmunzeln. Was es aber wirklich bedeutet, ein eigenes Geschäft zu betreiben, hat er ebenfalls früh erfahren: «Mein Grossvater hatte einen Eisenwaren- und Haushalts-Laden. Ich war viel dort und war immer fasziniert von der unternehmerischen Tätigkeit», sagt Lojacono. «Mich reizt die Verantwortung und das man etwas Eigenes aufbauen kann. Für mich eine ganz andere Motivation, als wenn man für ein Unternehmen arbeitet. Natürlich kann es auch in die Hose gehen. Man hat es aber selber in der Hand und kann sich nicht verstecken.» Als zweitplatzierte der ZHAW Start-up Challenge hätten Lojacono und sein Team die Möglichkeit, während sechs Monaten kostenlos das Angebot des RUNWAY Startup Incubators im Technopark Winterthur zu nutzen. Allerdings hat die Advanon bereits vorgängig mit der Swisscom eine Vereinbarung über ähnliche Leistungen abgeschlossen, so dass sie das Angebot nicht wahrnehmen.

Auskunft: Phil Lojacono, Tel. 079 726 06 16, phil.lojacono@advanon.com

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