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ZHAW School of Management and Law fördert soziales Unternehmertum

Die ZHAW School of Management and Law fördert mit seinem neu lancierten Impact Entrepreneurship Programm soziales Unternehmertum. Doch was ist soziales Unternehmertum und wie kann ich mich für dieses Programm bewerben? Dies und einiges mehr erfahrt ihr im folgenden Blogartikel.

von Nicolas Gehrig

Hand writing Social Entrepreneurship

Krisen in Natur und Umwelt, teils negative Auswirkungen der Globalisierung, eine verbesserte soziale Mobilität mit höheren Ausbildungsstandards in unserer westlichen Welt sowie die vermehrte Nutzung individueller Freiheiten führten gemäss dem Journalisten und Buchautor David Bornstein zur Entstehung von Social Entrepreneurship. Immer mehr Menschen fühlen sich dazu berufen, nebst dem Streben nach Gewinn oder Einkommen etwas Gutes für die Gesellschaft oder Umwelt zu tun.

Soziale Unternehmerinnen und Unternehmer verfolgen die Absicht, mit unternehmerischen Opportunitäten und Mitteln gesellschaftlich-soziale Wertschöpfung zu betreiben. Dabei geht es unabhängig von Branche, Herangehensweise und Unternehmensform immer um «Social Impact».

Social–Entrepreneurship-Aktivitäten beschränken sich nicht auf einzelne Branchen, Fachrichtungen oder Lebensbereiche. Beispiele finden sich viele:

  • Wirtschaftliche, regionale Entwicklungen: Microfinance ermöglicht die Entwicklung verschiedenster Branchen in Entwicklungsländern.
  • Umwelt, Nachhaltigkeit und Cleantech: Die Firma Carbon Delta hilft Firmen, durch das Aufspüren von Klimarisiken in den Finanzmärkten nachhaltig zu handeln.
  • Aus- und Weiterbildung – Entwicklungszusammenarbeit: Aiducation ermöglicht es ambitionierten Schülern in Entwicklungsländern eine Ausbildung zu absolvieren, die sie sich sonst nicht leisten könnten.
  • Gesundheitsförderung und -prävention: MoSan fertigt ökologische und schnell aufbaubare Sanitäreinrichtungen für Entwicklungsländer und lindert damit soziale Not, Umweltverschmutzung und Gesundheitsprobleme.
  • Menschenrechte und Geschlechtergleichheit: KadAfrica fördert die Selbstständigkeit und Unabhängigkeit von Mädchen und Frauen in Uganda.

Soziale Unternehmen etablieren oft Geschäftsmodelle, in welchen die Begünstigten nicht die zahlenden Kunden sind. Im Beispiel von Aiducation werden die Stipendien für die Studierenden durch die sogenannten «Aidumakers» aus der Schweiz oder Deutschland finanziert. Wichtig dabei ist der sogenannte «Impact», der den Begünstigten zugutekommt. Dieser Impact kann dabei soziale Dimensionen oder Auswirkungen auf die Umwelt miteinbeziehen.

Darf ein soziales Unternehmen profitorientiert sein?
Soziale Unternehmen unterscheiden sich von rein karitativen Organisationen, welche auf Zuwendungen angewiesen sind. Damit ist die Frage nach der Profitorientierung jedoch noch nicht beantwortet. Denn soziale Unternehmen unterscheiden sich auch von rein marktwirtschaftlichen Unternehmen, die hauptsächlich ökonomische Ziele verfolgen.

Damit ist ein soziales Unternehmen also eines, dass eigenes Einkommen erwirtschaftet und hauptsächlich nicht-ökonomische Ziele verfolgt. Das SEIF definiert mit Bezug auf die European Venture Philanthropy Association (EVPA) soziale Unternehmen als Unternehmen, die Impact vor ökonomischen Zielen priorisieren und mindestens zu 60% über eigenes Einkommen finanziert werden.

Auch wenn Impact vor ökonomischen Zielen verfolgt wird, können soziale Unternehmen profitorientiert sein. Es gibt soziale Unternehmen, die «for profit» arbeiten und solche, die ihre Profite ausschliesslich reinvestieren oder sozial verteilen.

Was bewirkt das Impact Entrepreneurship Programm der SML?
Die ZHAW School of Management and Law möchte gesellschaftliche Verantwortung und Unternehmertum fördern und legt dabei einen Schwerpunkt auf die nachhaltige Entwicklung. Aus diesem Grunde wurden Ende 2017 vier strategische Initiativen lanciert – eine davon ist das Impact Entrepreneurship Programm.

Das Impact Entrepreneurship Programm der School of Management and Law verfolgt dabei folgende Ziele:

  • Sensibilisierung für das Thema Social Entrepreneurship unter Studierenden, Mittelbau sowie weiteren Stakeholdern
  • Weiterentwicklung des Kultur- und Leistungsauftrages in Richtung nachhaltige Entwicklung
  • Unterstützung ausgewählter sozialer Unternehmerinnen und Unternehmer über Coaching, Arbeitsplätze, Trainings, ein breites Netzwerk sowie Zugang zu Finanzierungsquellen

Wer kann vom Impact Entrepreneurship Programm profitieren?
Durch das Impact Entrepreneurship Programm der ZHAW School of Management and Law werden jährlich zwei bis vier Teams unterstützt. Die Unterstützung zielt auf eine Beschleunigung des Startup-Aufbaus ab und beinhaltet folgende Elemente:

  • Co-Working-Space: Arbeitsplätze im Startup Incubator Runway
  • Zugang zur Gründer-Community und zum -Netzwerk
  • Individuelles Coaching: Coach mit Themen-/Startup-Erfahrung
  • Fachberatungen durch Experten/Mittelbau
  • Trainings & Workshops

Die Aufnahmekriterien:

  • Opportunität mit sozialem Impact first
  • Schlagkräftiges Team mit Bezug zur ZHAW School of Management and Law. Teilnehmen können Mitarbeitende, Studierende und Alumni der SML.
  • Intakte Marktchancen

Das Bewerbungsverfahren läuft rollend. Die Plätze werden bei Eignung nach dem Prinzip «first come, first served» vergeben.

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