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Massgeschneiderte Weiterbildung für PostMail

Für PostMail hat das Zentrum für Unternehmensentwicklung eine massgeschneiderte Weiterbildung entwickelt. Die 17 Teilnehmenden sind erfahrene Kadermitarbeitende mit fundiertem Praxiswissen. Dieses Wissen soll durch theoretische Grundlagen komplettiert werden. Die ersten Erfahrungen sind sehr positiv.

Das Zentrum für Unternehmensentwicklung (ZUE) hat die Anfrage erhalten, für die Briefzentren Zürich-Mülligen und Härkingen eine Weiterbildung zum Thema «Produktion und Logistik» zu konzipieren. Teilnehmende sind vorwiegende ältere Kadermitarbeitende aus Produktion und produktionsnahen Bereichen, die in Schicht arbeiten. Neben der Vermittlung neuer Fachkenntnisse steht der Erhalt der Arbeitsmarktfähigkeit im Zentrum. Auch deshalb wünschte PostMail ausdrücklich, dass die Weiterbildung durch ein offiziell anerkanntes Zertifikat beurkundet wird. Inhaltlich ging es darum, die praxiserfahrenen Fachleute mit zusätzlicher Methodenkompetenz und theoretischem Logistikwissen auszurüsten. Aufgrund dieser Vorgaben hat das ZUE ein massgeschneidertes Angebot entwickelt, bestehend aus zwei Certificate of Advanced Studies (CAS) und einer Diplomarbeit. Teilnehmende, die beide CAS erfolgreich absolvieren und parallel dazu eine mindestens genügende Abschlussarbeit verfassen, erhalten ein Diploma of Advanced Studies (DAS).

Auf Bewährtem aufbauen
Das ZUE konnte ein überzeugendes Konzept vorlegen und hat den Zuschlag erhalten. Das hat laut Robert Imholz, Leiter des Briefzentrums Zürich-Mülligen, folgende Gründe: «Die ZHAW-Verantwortlichen waren sehr flexibel und pragmatisch. Sie haben unsere Bedürfnisse sorgfältig abgeklärt und waren auch vor Ort, um sich mit dem Umfeld und der Atmosphäre vertraut zu machen. Man spürte die grosse Bereitschaft der Schulleitung, eine optimale Lösung für uns zu entwickeln.» Das Curriculum des DAS baut weitgehend auf dem CAS Managementorientierte BWL sowie dem CAS Supply Chain Management auf, wurde aber den spezifischen Bedürfnisse angepasst. So werden beispielsweise die behandelten Fallbeispiele und die gelehrten Methoden auf die Spezifika von PostMail adaptiert. Selbstverständlich werden aber nicht nur interne Fallbeispiele bearbeitet: «Obwohl es eine interne Weiterbildung ist, müssen die Dozierenden auch Türen öffnen und erfolgreiche Fallstudien aus anderen Betrieben vorstellen. Das wurde bisher sehr gut gemacht, die Dozierenden kennen viele spannende Beispiele», so Robert Imholz.

In den beiden CAS werden an je zwölf Samstagen die entsprechenden Kenntnisse vermittelt. Das erste Modul à sechs Kurstage haben die 17 Teilnehmenden per Mitte Juni mit der Abgabe des Leistungsnachweises (Fallstudie) erfolgreich absolviert. «Unsere Mitarbeitenden wissen aufgrund ihrer praktischen Erfahrungen, was funktioniert und was nicht. Mit dem vermittelten Methodenwissen verstehen sie aber auch die Hintergründe des Erfolgs und können das Praxiswissen besser adaptieren und auf neue Situationen und Herausforderungen anwenden», ist Robert Imholz überzeugt. Die bisherigen Feedbacks sind durchwegs positiv, wie die Evaluation zeigt: Die Teilnehmenden heben insbesondere die Kompetenz der Dozierenden, die gute Mischung zwischen Theorie und Praxis, die abwechslungsreichen Lehrformen und das hohe Tempo bei der Stoffvermittlung hervor. Und auch die Dozierenden freuen sich, dass sie in einer überdurchschnittlich motivierten Klasse unterrichten dürfen, wie Dr. Kerstin Pichel,  Dozentin für Strategisches Management, bestätigt: «Mit dem Post-Kader macht Weiterbildung wirklich Spass: engagierte Teilnehmende, die ihre Erfahrungen gerne einbringen. Und trotz einer harten Arbeitswoche diskutieren sie interessiert über neue Erkenntnisse. Toll!»

Bis Anfang Oktober werden die Teilnehmenden das zweite Modul und somit den ersten CAS abgeschlossen haben. Der zweite startet dann Ende Oktober und dauert bis März 2017. Mit der DAS-Arbeit kann unmittelbar im Anschluss begonnen werden. Darin werden die Mitarbeitenden konkrete Herausforderungen aus dem Unternehmensalltag bearbeiten.

Daumen hoch: Die ersten Feedbacks der Teilnehmenden sind sehr positv.

Attraktives Geschäftsfeld
Der Auftrag von PostMail unterstützt die Absicht des ZUE, seine erfolgreichen Weiterbildungen vermehrt den Bedürfnissen von Verbänden und Firmenkunden anzupassen und als interne Schulungen in unterschiedlichem Umfang anzubieten. Ähnliche Weiterbildungen wurden bereits für ABB und den Verband Schweizerischer Elektro-Installationsfirmen durchgeführt. Der Bedarf solcher interner Weiterbildungen dürfte in Zukunft weiter steigen, da sie Unternehmen und Organisationen viele Vorteile bieten. Diese fasst Robert Imholz wie folgt zusammen: «Gerade älteren Mitarbeitenden, die lange keine Weiterbildung mehr absolviert haben, gibt das gewohnte Umfeld und die Präsenz der Kolleginnen und Kollegen Sicherheit. Das fördert den Lernerfolg. Zudem bildet die Klasse eine ‘Schicksalsgemeinschaft’, was den Teamgeist fördert und der Teamentwicklung dient.» Gut möglich, dass PostMail das Angebot weiterführt, wie Robert Imholz bestätigt: «Das Modell lässt sich gewiss weiterentwickeln. Es ist absolut denkbar, dass wir hier weiterfahren und neue Klassen ansetzen.»

Auskunft: Edgar Heim, Zentrum für Unternehmensentwicklung

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