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Ein Modul stellt sich vor – Warum Performance Management immer wichtiger wird

Unsere Studierenden des ersten Masterstudiengangs Accounting and Controlling befinden sich aktuell im Modul Performance Management. Worum geht es dabei überhaupt – und weshalb wird es immer wichtiger?

von Gabriela Nagel-Jungo
Performance Management
Kennen Sie sie auch?– Die modernen Menschen, die mit Fitnesstrackern ihre tägliche Bewegung akribisch festhalten, die Ergebnisse stolz mit anderen vergleichen und sich, motiviert durch den Peer-Vergleich, immer ambitioniertere Ziele setzen?

Ähnlich funktioniert es in Unternehmen. Auch diese setzen systematisch Instrumente ein, um ihre strategischen und operativen Ziele zu planen, umzusetzen, zu steuern, zu erreichen und die entsprechenden Massnahmen zielführend abzuleiten. Diese zentralen Prozesse der Unternehmenssteuerung besprechen Prof. Dr. Gabriela Nagel-Jungo und Dr. Martin Lüthy mit den Studierenden aktuell im Modul Performance Management des konsekutiven Master in Accounting and Controlling.

Positionierung ist Basis für einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil
Unternehmen haben zunächst festzulegen, was ihr Leistungsversprechen ist. Das Geschäftsmodell wird im Rahmen der Strategieformulierung definiert. Abgeleitet von der Mission und Vision, entwickeln Unternehmen ihre Strategie. Dabei geht es um die Realisierung einer angestrebten Leistung, unter Berücksichtigung der Bedürfnisse und Interaktionen mit den diversen Anspruchsgruppen eines Unternehmens. Mit dem effektiven und effizienten Einsatz von Ressourcen wird eine einzigartige Positionierung gesucht, welche die Basis für einen möglichst nachhaltigen Wettbewerbsvorteil schafft.

Die verschiedenen erprobten und zeitgemässen Strategiekonzepte diskutieren wir mit den Studierenden. Diese vertiefen die theoretischen Erkenntnisse in Gruppenarbeiten, in deren Rahmen die strategische Analyse von börsenkotierten Unternehmen vorgenommen wird.

Das Controlling nimmt eine wesentliche Rolle ein
Die Aufgabe des Controllings ist in den letzten Jahren breiter und vielfältiger geworden. Controllerinnen und Controller brauchen in umfassendes Verständnis des Geschäftsmodells. Sie nehmen eine wesentliche Rolle bei der Strategieentwicklung ein, indem sie fundierte Informationen zur Verfügung stellen und die Konsequenzen der verschiedenen Szenarien aufzeigen. Ebenso haben sie eine zentrale Funktion bei der Strategieumsetzung. Unter Berücksichtigung von finanziellen und nicht-finanziellen Kenngrössen bereitet das Controlling ein ganzheitliches Steuerungssystem auf. Konzepte wie Balanced Scorecard oder Strategy Mapping tragen dieser umfassenden Sicht der Unternehmenssteuerung Rechnung. Die dabei definierten Leistungsindikatoren (Key Performance Indicators, kurz KPI) müssen zukunftsgerichtet und wertorientiert sein, die richtigen Anreize setzen und als Grundlage für evidenzbasierte Entscheidungen dienen. Die nachfolgende Abbildung zeigt die Aufgaben eines modernen Performance Managements zusammenfassend auf.

Aufgaben eines modernen Performance Managements

Aufgaben eines modernen Performance Managements

Die Bedeutung der evidenzbasierten Entscheidungen heben wir insbesondere darum hervor, weil die Verhaltensökonomie lehrt, dass Bauchentscheide nicht immer die besten sind. Wir Menschen unterliegen verschiedenen Entscheidungsfallen, denen für eine objektive Entscheidungsgrundlage gezielt entgegengewirkt werden kann. Wir sensibilisieren die Studierenden dafür, wie sie auf Fallen wie Überschätzung, Bestätigungsfehler, Verlustaversion oder den Halo-Effekt geeignet reagieren, um die notwendige faktenbasierte Entscheidung zu ermöglichen.

Ein Modul mit übergreifender Klammerfunktion
Die Bedeutung der KPIs werden mit den Studierenden anhand von Fallbeispielen und Fallstudien vertieft. Sie greifen für die technische Herleitung der KPIs auf Vorwissen zurück, das sie in vergangenen Modulen erarbeitet haben. Insofern übernimmt das Modul Performance Management eine übergreifende Klammerfunktion im Curriculum des Masterstudiengangs. Neben der bedeutenden Frage, wie Unternehmen zu steuern sind, um Wert zu schaffen, geht es auch um die entsprechende Kommunikation nach innen und aussen. Es gilt, die Fakten für die internen Entscheidungsträger zielführend aufzubereiten. Ebenso sind die externen Stakeholder im Rahmen eines integrierten Reporting über die Werttreiber und die damit verbundenen Chancen und Risiken des Unternehmens aussagekräftig zu informieren.

Gut gerüstet für den Arbeitsmarkt
Unsere Studierenden haben im Verlauf des Masterstudiums wichtige Methoden und Instrumente diskutiert und sich Know-how angeeignet, das ihnen ermöglichen wird, einen wertvollen Beitrag in der Steuerung von Unternehmen zu leisten. Im Sommer 2018 wird unsere erste Gruppe von Absolventinnen und Absolventen aus dem konsekutiven Master in Accounting and Controlling auf den Arbeitsmarkt kommen. Wir freuen uns darauf, zu verfolgen, wie und wo unsere Absolventengruppe ihre erlernten Fähigkeiten einsetzen wird. Als Hochschule sind wir stolz, auf diesem Weg einen Beitrag für die Schweizer Wirtschaft leisten zu dürfen.

Für Fragen zu diesem Modul wie auch zum konsekutiven Masterprogramm als Ganzes steht Ihnen Prof. Dr. Gabriela Nagel-Jungo gerne zur Verfügung.

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