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Überflüssige Spital-Behandlungen

Klaus Eichler2In Schweizer Spitälern werden viele unnötige Behandlungen durchgeführt. Dies soll sich nun mit Hilfe einer «Smarter Medicine» Liste ändern. Diese Massnahme gibt Anlass zu Diskussionen.

Die Schweizer Allgemein- und Innenmediziner haben eine Liste erstellt, welche dem Personal in Spitälern dabei helfen soll, unnötige Behandlungen zu vermeiden und so das Befinden der Patienten zu verbessern und gleichzeitig Kosten zu sparen. Diese «Smarter Medicine» Liste rät beispielsweise zu weniger umfangreichen Blut- und Röntgenuntersuchungen, weniger Einsatz von Schlaf- und Beruhigungsmittel und kürzerer Bettruhe für alte Menschen.

Prof. Klaus Eichler, Gesundheitsökonom an der ZHAW School of Management and Law, erklärt gegenüber der Sendung 10vor10 des Schweizer Fernsehens, dass so eine Liste grundsätzlich sinnvoll sei, sie jedoch in der Praxis nicht automatisch Wirkung zeige. Dazu sei eine Überprüfung der Einhaltung notwendig. Die neue Liste ist, laut Klaus Eichler, nichts wirklich Neues. Dieser Aussage stimmt auch Christof A. Meier zu, Ärztlicher Direktor des Universitätsspital Basel. Solche Listen unnötiger Behandlungen stammen ursprünglich aus den USA. Ihre Wirksamkeit und ihr Sparpotential ist jedoch umstritten.

Aus 10vor10, 24. Mai 2016 (ab 02:03)

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