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Trainingskurs zum EU-Emissionshandelssystem: ZHAW bringt Forschungsergebnisse ein

Im März fand an der Florenzer School of Regulation ein Trainingskurs zum EU-Emissionshandelssystem statt. Mit dabei war auch ZHAW-Professorin Regina Betz.

Das Projekt LIFE SIDE von der Florenzer School of Regulation unterstützt europäische Entscheidungsträger bei der Gestaltung und Umsetzung der neuen Gesetzgebung zum EU-Emissionshandelssystem. Seit Ende 2016 sammelt das LIFE SIDE Projektteam Publikationen mit empirischen Analysen über die Funktionsweise des EU-EHS und baut dazu ein Expertennetzwerk auf. In diesem Rahmen fand im März ein Trainingskurs mit internationalen Teilnehmenden statt. Ziel dessen war es, den politischen Entscheidungsträgern in Europa eine umfassende Analyse der Funktionsweise und der Regulierung des EU-Emissionshandelssystems sowie seiner Interaktion mit anderen europäischen Politiken zu bieten.

Acht Vorlesungen geben Überblick über das Thema
Das Kursprogramm gliederte sich in acht Vorlesungen: Vier von ihnen befassten sich mit den Themenbereichen des LIFE SIDE-Berichts «Eine literaturbasierte Bewertung des EU-Emissionshandelssystems», der ein zentraler Bestandteil des Projekts ist. Die vier Bereiche sind: freie Zuteilung von Zertifikaten, Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit und Verlagerung von CO2-Emissionen, Wechselwirkungen mit anderen Politikbereichen, kohlenstoffarme Innovation und Investitionen und die internationale Dimension.

Vier weitere Vorlesungen ergänzten den Kurs und boten eine gründliche Vorstellung der EU-Klimapolitik und des EU-Emissionshandelssystems nach 2020 sowie Behandlung der Schlüsselthemen «Handelsaktivitäten im EU Emissionshandel» sowie «Preistreiber, Marktmacht und Verhalten». Jeder Vortrag beinhaltete eine Q&A-Runde, um den Teilnehmern die Möglichkeit zu geben, aktiv mit den Referierenden in Kontakt zu treten und den Inhalt des Kurses effektiv zu assimilieren.

Die Rolle der Banken ist der vielseitig
ZHAW-Professorin und Leiterin des Zentrums für Energie und Umwelt, Dr. Regina Betz, war ebenfalls mit einem Vortrag in Florenz vertreten. Während rund anderthalb Stunden erläuterte sie den 20 weiteren Teilnehmenden das Verhalten von Banken und anderen Unternehmen im EU-Emissionshandelssystem. Dabei bezog sie sich vor allem auf Ergebnisse ihrer Studie «EU-Emissionshandel: Die Rolle von Banken und anderen Finanzakteuren: Einblicke aus dem EU-Transaktionsprotokoll und Interviews». So haben die Forschenden herausgefunden, dass ein grosser Teil der Unternehmen sehr passiv sei und daher nur ein- bis zweimal pro Jahr für Compliance-Zwecke handelt. Allerdings sei eine kleine Anzahl von Unternehmen, darunter viele Banken, sehr aktiv, die eigentlich keine Treibhausgasemissionen aufweisen und daher vom europäischen Emissionshandelsmarkt nicht reguliert werden. Sie bieten verschiedene Dienstleistungen auf dem Markt an und nehmen Rollen wie Broker, Hedging Partner oder auch Market Maker wahr.

Das Projekt LIFE SIDE wird im Juni 2018 einen Online-Schulungskurs zum Thema EU-Emissionshandelssystem organisieren. Relevante Informationen werden auf der Website veröffentlicht.

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