Swissnex: Digital Learning in Indien

Die Kooperation der ZHAW mit swissnex ermöglichte mir einen wissenschaftlichen Austausch mit Hochschulen und Unternehmen in Indien. Bei den Treffen in Bangalore und Neu Delhi im März 2017 lag der Schwerpunkt auf dem Thema «Digital Learning».

Der Strassenverkehr in Bangalore war für mich gewöhnungsbedürftig.

Der Strassenverkehr in Bangalore war für mich gewöhnungsbedürftig.

Indien ist anders! Das fängt für mich beim Strassenverkehr an und hört bei den vielfältigen Farben und Gerüchen auf. In wenigen anderen Ländern, die ich kenne, werden Verkehrsregeln so konsequent ignoriert und vor allem die Hupe so häufig eingesetzt, wie in indischen Grossstädten. Dennoch habe ich die Fahrten – natürlich mit einem indischen Fahrer – als äusserst interessant und meistens als sicher in Erinnerung. Auch die Farbenvielfalt und die Gerüche haben mich nachhaltig beeindruckt. Leider kam ich ein Tag zu spät für das bekannte Holi-Festival. Dennoch konnte ich die Farben an den Körpern und auf den Strassen noch viele Tage danach erkennen. Bei den Gerüchen liegen zwischen den köstlichen Garküchen und dem beissenden Müllgestank häufig nur wenige Meter. Nicht nur hier gilt; Indien ist ein Land der Extreme.

Indisches Silicon Valley
Dies ist auch an der Einwohnerzahl festzustellen. Nicht zuletzt aufgrund der rund 1,3 Milliarden Bewohnerinnen und Bewohner Indiens ist das Thema Digitales Lernen von zentraler Bedeutung. Der Traum von der Bildung für alle wird durch den Einsatz von mobilen Endgeräten auch in ländlichen Regionen greifbar. Das Land profitiert dabei auch von der starken Softwareindustrie, welche den grössten Anteil an Exporten in Indien einnimmt. Der Stadt Bangalore hat dies auch den Beinamen «indisches Silicon Valley» eingebracht. Hier hat auch swissnex India seinen Standort. Durch die vielfältigen Kontakte hat mir das Team sehr interessante Treffen mit Vertretern aus verschiedenen Institutionen in Bangalore und Neu Delhi vermittelt:

Bei Besuchen von Hochschulen und Unternehmen (hier beim Center for Internet and Society) habe ich einen guten Überblick über verschiedene Initiativen im Bereich Digital Learning in Indien erhalten.

Bei Besuchen von Hochschulen und Unternehmen (hier beim Center for Internet and Society) habe ich einen guten Überblick über verschiedene Initiativen im Bereich Digital Learning in Indien erhalten.

Durch die Mischung aus Hochschulen und Unternehmen habe ich einen guten Überblick über verschiedene Initiativen im Bereich Digital Learning in Indien erhalten. Obwohl bisher keine Kooperationen entstanden sind, konnte ich doch einige «Good Practice»-Beispiele bei der Umsetzung von Digital Learning beobachten, die sich auch an der ZHAW umsetzen lassen. Vor allem das Thema Open Educational Resources spielt in Indien derzeit eine bedeutende Rolle. Wie bereits erwähnt, soll mit freien Lehr- und Lernmaterialien und einer internetbasierten Wissensvermittlung eine breite Masse erreicht werden. Ein Beispiel hierfür ist die Plattform NPTEL (National Programme on Technology Enhanced Learning).

Navya und das ganze Team von swissnex india haben mir interessante Kontakte zu Institutionen in Bangalore und Neu Delhi vermittelt.

Navya und das ganze Team von swissnex india haben mir interessante Kontakte zu Institutionen in Bangalore und Neu Delhi vermittelt.

Die Reise nach Indien hat sich für mich sowohl fachlich als auch persönlich gelohnt. Die offenen Gespräche haben gezeigt, dass sich die Herausforderungen (nicht nur im Bereich Digital Learning) im Vergleich zur Schweiz häufig unterscheiden. So gibt es in Indien beispielsweise über 100 Sprachen verschiedener Sprachfamilien, die bei der Erstellung von digitalen Inhalten berücksichtigt werden müssen. Zudem habe ich bei meinem letzten Treffen an der Indira Gandhi National Open University (distance learning national university) erfahren, dass diese mehr als vier Millionen Studierende zählt. Als Vergleich: die Einwohnerzahl in der Schweiz beläuft sich auf rund acht Millionen.

Auskunft: Alexander Baumgartner, Zentrum für Innovative Didaktik

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