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Spitäler und Krankenversicherer sollen effizienter kooperieren

Eine kürzlich veröffentlichte Studie der ZHAW School of Management and Law zeigt, dass es an den Schnittstellen zwischen Spitälern und Krankenversicherern erhebliches Verbesserungspotenzial gibt.

Am 21. Januar 2016 wurde die Studie «Verbindung zweier Welten: Die Schnittstellen zwischen Spital und Krankenversicherer» im Impact Hub Zürich präsentiert. Die Studie wurde vom Zentrum für Risk & Insurance (ZRI) sowie vom Winterthurer Institut für Gesundheitsökonomie (WIG) erstellt. Projektpartner war die Synpulse Management Consulting. Die Studie hat die Bedeutung, den Status quo und Verbesserungspotenziale der Schnittstellen zwischen Spitälern und Krankenversicherern untersucht.

In seiner Keynote-Präsentation zeigte Prof. Dr. Alfred Angerer vom WIG, wie eine effiziente Zusammenarbeit der Akteure durch eine Misstrauensmauer verhindert wird und wie diese überwunden werden soll: «Die Zusammenarbeit im Gesundheitswesen ist vergleichbar mit einer V-Formation von Zugvögeln. Zwar kann jeder Vogel für sich alleine fliegen. In der Formation sind alle zusammen effizienter», so Alfred Angerer. Die 4-K Theorie (von der Konfrontation zur Koordination über die Kooperation bis hin zur Kollaboration) hilft diesen Zustand zu überwinden.

Kooperation intensivieren, Prozesse automatisieren
Sanjay Singh, Leiter Leistungen und Kundenberatung bei Sanitas, schilderte die Perspektive der Krankenversicherer. Er zeigte auf, dass die Akteure im Gesundheitswesen immer vernetzter werden: «Die Zukunft im Gesundheitswesen ist digital, datengetrieben und personalisiert. Die medizinische Versorgung erfolgt zunehmend online.» Renato Gunc, Leiter E-Health bei der Schweizerischen Post, betont die Rolle eines Intermediärs für E-Health Lösungen und zeigt den Nutzen der Vernetzung der Akteure auf. Anschliessend wurde die Studie durch Dr. Florian Liberatore vom WIG und Christian Ruhse von Synpulse präsentiert. Die Studie zeigt, dass die Qualität der Zusammenarbeit von Krankenversicherern und Spitälern insgesamt als gut eingeschätzt wird. Dennoch gibt es grosses Verbesserungspotenzial auf beiden Seiten. So lassen sich die Prozesse beim Ein- und Austritt, bei der Kostensicherung und der Rechnungsprüfung optimieren. Die Zahlungsabwicklung, die heute noch mit vielen manuellen Schritten und Interaktionen verbunden ist, verursacht beidseitig hohe Aufwände. Sowohl die Spitäler als auch die Krankenversicherer sollten ihre Kooperation an den Schnittstellen weiter verstärken, um die Abläufe effizienter zu gestalten.

Sanjay Singh, Sanitas, im Gespräch mit Moderator Florian Inhauser

Kooperation intensivieren, Prozesse automatisieren
Sanjay Singh, Leiter Leistungen und Kundenberatung bei Sanitas, schilderte die Perspektive der Krankenversicherer. Er zeigte auf, dass die Akteure im Gesundheitswesen immer vernetzter werden: «Die Zukunft im Gesundheitswesen ist digital, datengetrieben und personalisiert. Die medizinische Versorgung erfolgt zunehmend online.» Renato Gunc, Leiter E-Health bei der Schweizerischen Post, betonte die Rolle eines Intermediärs für E-Health Lösungen und zeigte den Nutzen der Vernetzung der Akteure auf. Anschliessend wurde die Studie durch Dr. Florian Liberatore vom WIG und Christian Ruhse von Synpulse präsentiert. Die Studie zeigt, dass die Qualität der Zusammenarbeit von Krankenversicherern und Spitälern insgesamt als gut eingeschätzt wird. Dennoch gibt es grosses Verbesserungspotenzial auf beiden Seiten. So lassen sich die Prozesse beim Ein- und Austritt, bei der Kostensicherung und der Rechnungsprüfung optimieren. Die Zahlungsabwicklung, die heute noch mit vielen manuellen Schritten und Interaktionen verbunden ist, verursacht beidseitig hohe Aufwände. Sowohl die Spitäler als auch die Krankenversicherer sollten ihre Kooperation an den Schnittstellen weiter verstärken, um die Abläufe effizienter zu gestalten.

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Der Anlass war sehr gut besucht.

Patientinnen und Patienten in den Mittelpunkt stellen
Florian Inhauser, Moderator der Tagesschau von SRF, leitete die anschliessende Podiumsdiskussion, in der neben den Referenten auch Daniel Greber vom ZRI, Matthias Maurer vom WIG sowie Rita Ziegler vom Universitätsspital Zürich teilnahmen. In Anbetracht der steigenden Kosten im Gesundheitswesen und des zunehmenden Wettbewerbs erkannten beide Seiten den Druck zur Effizienzsteigerung. Es zeigte sich, dass eine mangelhafte Kollaboration zwischen den Akteuren im Gesundheitswesen zu Missverständnissen und hohen Kosten führt. Deshalb ist es umso wichtiger, im Sinne der Health-Value-Chain (Wertschöpfungskette im Gesundheitswesen), die Versicherten in den Mittelpunkt zu stellen sowie möglichst nahtlose Übergänge zwischen den Akteuren zu schaffen. Alle Prozesse sind auf die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten auszurichten. Sämtliche Diskussionsteilnehmende waren sich einig, dass beide Seiten von einer verstärkten Zusammenarbeit profitieren. Im Anschluss an die Diskussion tauschten sich die rund 50 Gäste beim Apéro riche aus.

Auskunft: Pirmin Mussak und Angela Zeier Röschmann, Zentrum für Risk & Insurance

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