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SML diskutiert an WEF Side Event über Nachhaltigkeit

Am Davoser World Economic Forum wurde im Rahmen einer Lunchveranstaltung von PRME  und Corporate Knights über den stärkeren Einbau von Nachhaltigkeitsthemen in Hochschulcurricula diskutiert. Die ZHAW School of Management and Law war durch Prof. Dr. Suzanne Ziegler, Leiterin der Abteilung Banking, Finance, Insurance und Mitglied der Geschäftsleitung, vertreten.

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Im Rahmen des World Economic Forum (WEF) 2019 haben PRME (Priciples for Responsible Management Education) und Corporate Knights in Davos gemeinsam ein Gesprächsforum für Hochschul- und Unternehmensvertretende organisiert. Diskutiert wurde im Rahmen einer Lunch-Veranstaltung über Vor- und Nachteile von Rankings und über die Möglichkeiten, «sustainable finance» nachhaltig in die Curricula der Hochschulen einzubauen. Insgesamt rund 30 Hochschul- und Unternehmensvertretende, hauptsächlich Dekane und Führungskräfte, haben an verschiedenen Tischen konkrete Fragestellungen zu den beiden Themenkreisen diskutiert. Die ZHAW School of Management and Law war durch Prof. Dr. Suzanne Ziegler, Mitglied der Geschäftsleitung und Leiterin Abteilung Banking, Finance, Insurance, vertreten. «Die Diskussionen waren äusserst spannend, gerade wegen der verschiedenen Diskussionsteilnehmenden», erzählt Ziegler. Sie teilte den Tisch beispielsweise mit Vertretenden aus Kanada, Schweden, Grossbritannien, den USA und der Schweiz.

Hochschulrankings sollen sinnvollere Gewichtung erhalten
An den Hochschulankings wurde kritisiert, dass die Löhne der Absolventen ein zu starkes Gewicht erhielten. Von Absolventen, die z. B. eigene Firmen gründen oder bei NGOs arbeiten (und entsprechend weniger verdienen als Absolventen, die zu grossen Unternehmen im Consulting- oder Finanzsektor gehen), würden zwar die gesellschaftliche Entwicklung und die Innovationskraft von Wirtschaft- und Gesellschaft positiv beeinflussen, die Rankings der Hochschulen dagegen negativ. Es wurde der Wunsch geäussert, dass Rankings insgesamt weniger auf Löhne abstützen und dass nicht nur die Vergangenheit bewertet wird, sondern auch vorausschauende und nachhaltige Veränderungen der Hochschule rasch zu positiven Ranking-Effekten führen.

Unternehmen fordern langfristige Denkmodelle
Bei der Frage, wie Nachhaltigkeit, insbesondere im Finanzbereich, in die Curricula der Hochschulen eingebaut werden kann, wurde insbesondere von den Unternehmensvertretenden im Raum kritisiert, dass den Studierenden noch immer Modelle mitgegeben würden, bei denen die sogenannte «Langfristigkeit» nach 25 bis 30 Jahren enden würde. Es wurde für ein Vermitteln von Denkmodellen, die auch über 30 Jahre hinaus funktionieren, plädiert. Nur so könnten langfristige und nachhaltige Investitionen, z. B. von Bergbauunternehmen, auch wirklich als solche bewertet werden. Die Gespräche an den einzelnen Tischen waren lebendig und die kurzen Fachinputs dazwischen regten die Diskussionen in den Gruppen zusätzlich an.

Auskunft: Prof. Dr. Suzanne Ziegler

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