Herzliche Gratulation: SML-Alumnus Simon Pfister gewinnt Swiss-Life-Studienpreis

Seit drei Jahren zeichnet Swiss Life Asset Managers die besten Master- und Bachelorarbeiten im Finanzbereich aus. Zum dritten Mal gewinnt auch ein SML-Absolvent.

Herzliche Gratulation an SML-Alumnus Simon Pfister. Der Absolvent des Bachelorstudiengangs Betriebsökonomie, Vertiefung Banking & Finance, erhielt für seine Bachelorarbeit «Home Bias bei der Vermögensanlage von Schweizer Privatanlegern» den mit 2‘500 Franken dotierten Anerkennungspreis. Simon Pfister hat in seiner Arbeit die Heimmarktneigung bei Vermögensanlage in der Schweiz untersucht. Der sogenannte «Home Bias» ist ein bekanntes Phänomen. Es steht im Gegensatz zur Porfoliotheorie von Markowitz, wonach eine möglichst breite Diversifikation anzustreben ist. Das Phänomen tritt unabhängig vom untersuchten Land auf und kann viele mögliche Gründe haben: Anlegerinnen und Anleger haben höhere Gewinnerwartungen für den Heimmarkt und versprechen sich informationsbasierte Vorteile bei inländischen Anlagen.

Um den Home Bias zu messen, wird in der Literatur bisher der marktgewichtete Ansatz verwendet. Dieser weist den Wert einer Aktie vollständig dem jeweiligen Land zu, in dem das Unternehmen seinen Hauptsitz hat. In seiner Bachelorarbeit verwendete Simon Pfister einen nach Ländern umsatzgewichteten Ansatz als alternative Messmethode. Gerade bei vielen Schweizer Unternehmen mit einem hohen Anteil internationaler Tätigkeiten, scheint dies ein zielführenderes Vorgehen zu sein. Nach Auswertung von 10‘706 Kundendaten und 140 Schweizer Firmen ermittelte Simon Pfister gemäss marktgewichtetem Ansatz einen ausgeprägten Home Bias von durchschnittlich 75,73 Prozent bei Schweizer Anlegern. Nach umsatzgewichteter Messung reduzierte sich dieser aber deutlich auf 18,79 Prozent.

Simon Pfister (3.v.l) mit den Preisträgern der Kategorie "Master" und Swiss Life CIO Stefan Mächler (ganz links)

Simon Pfister (3.v.l) mit den Preisträgern der Kategorie “Master” und Swiss Life CIO Stefan Mächler (ganz links)

Lob von allen Seiten
«Die Auseinandersetzung mit dem Phänomen Home Bias bringt wichtige Erkenntnisse zutage, die als Grundlage für eine weitere Vertiefung dienen», so die Jury. In seiner Laudatio würdigte Stefan Mächler, Chief Investment Officer der Swiss Life-Gruppe, an der Preisverleihung vom 22. November die Leistungen der Preisträger: «Die Studierenden und Absolventen haben in ihren Arbeiten bestehende Modelle kritisch hinterfragt, neue Ansätze erarbeitet und wettbewerbsrelevante Faktoren durchleuchtet. Damit leisten sie einen entscheidenden Beitrag zur Weiterentwicklung unseres Know-hows in Wissenschaft und Praxis.» Auch dem Betreuter, Dr. Daniel Höchle, gefällt die Bachelorarbeit: «Anhand einer empirischen Studie zu den Depotpositionen von mehreren tausend Schweizer Privatanlegern konnte Simon Pfister aufzeigen, dass Retail- und Private-Banking-Kunden hierzulande gerne in die Aktien von Schweizer Blue Chips wie Novartis, Nestlé oder ABB investieren. Da diese Unternehmen jedoch international und teilweise sogar global tätig sind, handelt es sich bei Schweizer Blue-Chip-Aktien implizit um international diversifizierte Anlagen. Entsprechend zeigt die Arbeit, dass die Aktienportfolios von Schweizer Anlegern deutlich weniger stark im Schweizer Markt exponiert sind, als dies herkömmliche Messmethoden suggerieren. Für die Anlageberatung ist dies eine wichtige Erkenntnis.»

Tolle Bilanz für die SML
Der Studienpreis wird von Swiss Life Asset Managers in Zusammenarbeit mit dem Institut für Finanzdienstleistungen Zug (IFZ) der Hochschule Luzern und der «Finanz und Wirtschaft» verliehen. Er bietet innovativer und praxisorientierter Forschungsarbeit an Schweizer Hochschulen eine Plattform. Prämiert werden jährlich die besten Diplomarbeiten aus den Themenbereichen Finanzanlagen, Finanzmärkte, Finanzdienstleistungsunternehmen, Finanzinstrumente und Corporate Finance. Mit Simon Pfister wird bereits zum dritten Mal ein SML-Alumnus ausgezeichnet. 2015 gewann Helene Jane Butcher den Preis für ihre Bachelorarbeit und 2014 wurde die Masterarbeit von Stefan Loeber ausgezeichnet.

Auskunft: Dr. Maximilian Müller, Studiengangleiter Betriebsökonomie

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