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Smart, digital und bürgernah – eine (Studien-)Reise in die Zukunft der Verwaltung

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Die MSc Studierendenden der Vertiefung Public und Nonprofit Management waren während einer Woche in den Niederlanden unterwegs und erhielten Einblicke in die Transformationsprozesse der ‘Smart City’ Amsterdam sowie in die Gestaltung und Umsetzung einer bürgernahen Verwaltungspraxis mit effizientem Ressourceneinsatz.

Mit dem zehnjährigen Bestehen des MSc Studienganges mit Vertiefung in Public und Nonprofit Management wurde dieses Jahr auch die zehnte Studienreise, welche seit jeher fester Bestandteil des Curriculums ist, durchgeführt. Genauso wie vor zehn Jahren als Rotterdam das Ziel war, ging auch die diesjährige Durchführung in die Niederlande. Die MSc Studierenden verbrachten eine Woche in Amsterdam und erhielten Einblicke in die Verwaltungs- und Ministerialarbeit, die Führung von NGOs sowie den Umgang mit den heutigen gesellschaftlichen, technologischen und ökologischen Herausforderungen urbaner Räume.

«Smart City»: eine ‘intelligente Stadt’ – mehr als Stadtplanung

In der ersten Hälfte der Studienwoche lag der Fokus auf dem Thema ‘Smart City’. Wie sich am Beispiel der Stadt Amsterdam den Studierenden erschloss, bedürfen die gegenwärtigen Herausforderungen neue, gemeinschaftliche und innovative Lösungswege, die über städtebauliche Massnahmen hinausgehen. Denn erklärte Zielsetzung von intelligenten (/smarten) Städten ist, inklusive, nachhaltige Lebensräume zu schaffen, die das Gemeinwohl fördern. Hierbei verfolgt Amsterdam einen einzigartigen Ansatz indem die Stadt lediglich koordinierend positive Impulse und Anreize setzt sowie verschiedene eigeninitiative Akteure zusammenbringt und so fernab von Vorgaben oder Restriktionen die Entwicklung unterstützt. Mit Besuchen bei der Fachhochschule Amsterdam (Hogeschool van Amsterdam) und der Amsterdam Smart City Organisation wurden die zuvor genannten Prozesse den Studierenden zugänglich gemacht.

Bürgerorientierung und Kundennähe

Am Praxisbeispiel der Stadt Utrecht und dem Besuch deren Stadtverwaltung wurde ausserdem deutlich, dass die Niederlande in Bezug auf die Verwaltungsführung der Schweiz punktuell voraus ist. Während bereits das Verwaltungsgebäude, welches sowohl architektonisch als auch durch die Innenausstattung konsequent auf die kundenzentrierte und schlanke Abwicklung von Verwaltungsprozessen ausgelegt ist und auf das klassische Konzept des New Public Management «One-stop-shops» setzt, sind auch die Planungs- und Steuerungsmechanismen integriert. Auch andere besuchte Organisationseinheiten wie der Rechnungshof oder die Steuerverwaltung setzen konsequent auf neue Technologien und Möglichkeiten. Wie zum Beispiel die Anwendung von Big Data in der Rechnungsprüfung und Wirkungsmessung von politischen Programmen oder die Digitalisierung und Automatisierung der Steuererhebung. Insgesamt bot die Studienreise den Studierenden die Gelegenheit, ausserhalb des Vorlesungssaals einzigartige Praxiseinblicke in die Führung von Public und Nonprofit Organisationen zu gewinnen und sich Good Practice Beispiele eines fortschrittlichen Public Managements zu erschliessen und sich so für die Zukunft zu wappnen.

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Innenleben in der Stadtverwaltung Utrecht mit gewissen Analogien zu einem Einkaufszentrum.

Während der ganzen Woche haben die Studierenden ihre Eindrücke auf dem International Blog der SML dokumentiert.

Auskunft: Pascal Horni & Dr. Alexander Mertes, Institut für Verwaltungs-Management (IVM)