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Risikokompass für Vorsorgeeinrichtungen

Welche typischen operationellen Risiken existieren aus Sicht der Vorsorgeeinrichtungen? Welchen Entwicklungsbedarf sehen Vorsorgeeinrichtungen bei der Identifikation operationeller Risiken? Das Zentrum Risk & Insurance hat diese Fragen im Rahmen eines KTI-Projektes untersucht.

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«Das Geschäftsmodell von Vorsorgeeinrichtungen akzentuiert den Bedarf eines systematischen Risikomanagements in der Geschäftsführung», sagt Angela Zeier vom Zentrum für Risk & Insurance der SML.

Am 12. November 2015 stellte das Zentrum für Risk & Insurance ausgewählte Erkenntnisse aus dem KTI-Projekt «Operationeller Risikokompass für Vorsorgeeinrichtungen» vor. Das Projektteam um Angela Zeier, Markus Moor und Pirmin Mussak hatte Ende 2014 mit den Arbeiten begonnen. Die Erkenntnisse wurden direkt in der Software «PK Risk» durch den Wirtschaftspartner Aaarisk GmbH implementiert. PK Risk ermöglicht eine ganzheitliche Erfassung von Risiken und Ursachen. Vorsorgeeinrichtungen werden dabei durch eine für sie typische Risikoliste unterstützt.

«Das Geschäftsmodell von Vorsorgeeinrichtungen akzentuiert den Bedarf eines systematischen Risikomanagements in der Geschäftsführung», sagt Angela Zeier, Dozentin am Zentrum für Risk & Insurance. Für das KTI-Projekt haben sie und ihr Team mehr als 20 Interviewpartner mittels einer Risikolandkarte zu den wesentlichsten Risiken befragt und eine umfassende Risikoliste erstellt. Der Entwicklungsstand von Vorsorgeeinrichtungen zeigt, dass versicherungstechnische Risiken wie Langlebigkeit oder Tod, Versichertenverwaltung wie Rentenlauf von Vorsorgeleistungen sowie Finanzierungs- und Anlagerisiken wie Marktrisiken oder Gegenparteirisiken derzeit systematisch gehandhabt werden. So ist auch naheliegend, dass die Risikoidentifikation sowie der Risikobericht den grössten Entwicklungsbedarf im Bereich des operationellen Risikomanagements darstellen.

Der Projektpartner aaarisk stellte die neu lancierte Software PK Risk vor: ein integriertes Führungstool bestehend aus Risikomanagement, Vertragsmanagement, Interner Revision und Compliance Management. Die Software unterstützt die Vorsorgeeinrichtungen bei der kompletten Erfassung der Risiken und deren Ursachen, Qualifizierung und Quantifizierung sowie der Formulierung massgeschneiderter Massnahmen. Ein automatisierter Risikobericht mit Erinnerungsfunktionen und anderen Instrumenten erleichtern die Umsetzung.

«Die heutige Handhabung der Risiken birgt Gefahren. Risikoüberlegungen verlangen nach einer Integration und Verbesserung bestehender Ansätze», sagt Angela Zeier. «Die lancierte Software leistet einen wichtigen Beitrag, relativ einfach Verbesserungen zu erzielen.»

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Die rund 50 Teilnehmenden diskutierten beim Apéro riche angeregt weiter und frischten ihre Kontakte auf

Auskunft: Pirmin Mussak, Zentrum Risk & Insurance

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