Reisebericht aus dem chinesischen «Silicon Valley»

Wirtschaftsinformatikstudent Raphael Prader ist zurück aus der chinesischen Technologiemetropole Shenzhen. Als einer von 16 Teilnehmern des Programms «Swiss Seeds for the Future» berichtet er von seinen Erfahrungen am Hauptsitz des Technologieriesen Huawei.

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Raphael Prader

Nicht zufällig hat Huawei seinen Hauptsitz in Shenzhen, der chinesischen Metropole mit dem  höchsten Pro-Kopf-Einkommen (ohne Hongkong und Macau). Shenzhen ist eine der am schnellsten wachsenden Städte weltweit, weil sie als Sonderwirtschaftszone die wichtigsten und erfolgreichsten chinesischen Hightechkonzerne beherbergt. Unternehmen wie die Investment Holding Tencent, der Elektromobilriese BYD und der Filesharing-Dienst Xunlei haben hier ihren Sitz. Für Foxconn, den weltgrössten Elektronikhersteller, stellen 300’000 Mitarbeitende in der so genannten «iPod City» Bauteile für Apple, Sony und Nintendo her. Nicht zuletzt ist Shenzhen auch der Hauptsitz des Kommunikations- technikgiganten Huawei.

Wie es zur Reise kam
Mit dem Programm «Swiss Seeds for the Future» will Huawei technikbegeisterten Studierenden aus verschiedenen Fachrichtungen Einblicke in das Wissen und die Technologie Chinas geben. Dafür schreibt das Unternehmen regelmässig Wettbewerbe an seinen Partneruniversitäten aus. Sechs Schweizer Universitäten und Fachhochschulen – darunter auch die ZHAW – nehmen teil. Verständlicherweise war ich begeistert, als ich die Zusage für einen der 16 Plätze erhielt. Beim offiziellen Kick-off in Bern wurden wir sogar von Bundesrat Johann Schneider Ammann persönlich begrüsst.

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Das Testcenter auf dem Campus des Huawei Global Headquarters in Shenzhen

Ein riesiger Campus und überall Innovation
Via Hongkong erreichte unsere Studiengruppe Shenzhen, wo wir gleich am nächsten Tag den Campus des Huawei Global Headquarters und der Huawei University besichtigen durften. Auf einer Fläche von rund 280 Fussballfeldern arbeiten hier mehr als 30’000 Personen inmitten von Palmen, Blumen und gepflegtem Rasen. Die Arbeitssprache ist Englisch. Alles wirkt beeindruckend und hochmodern – der Fokus auf Innovation ist überall sichtbar. Weltweit arbeiten 80’000 der über 180’000 Mitarbeitenden von Huawei in der Forschung & Entwicklung.

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Shenzhen ist eine der am schnellsten wachsenden Städte der Welt.

Mittag in der Huawei-Kantine: Chinesisches Essen sowie westliche, indische und arabische Küche wird serviert, denn der Anteil an Nicht-Chinesen wächst zunehmend; mittlerweile stammen die Mitarbeitenden aus mehr als 140 Ländern. Die meisten Beschäftigten sind zwischen 25 und 40 Jahre alt.
In der Exhibition Hall ist sämtliches Equipment ausgestellt, das Huawei für die Telekommunikation und das Enterprise IT-Geschäft anbietet. Von den eigenen Chips bis hin zu den neuesten Entwicklungen im Bereich der 5G-Technologien. Weitere Besuche führten uns in den Songshan Lake Science and Technology Industrial Park, ins automatisierte Logistik-Center und die Wireless 5G-Produktionslinie.

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Die Studiengruppe in Huaweis «heiligen Hallen».

Fazit: Motivation pur
In Gruppen arbeiteten wir zu verschiedenen Themen wie «Management & HR» oder «Internet of Things» und wurden dabei von Huawei Executives begleitet. Mein Fazit: Eine inspirierende Reise bei einem sehr aufregenden Unternehmen. Ich kann jedem Mitstudierenden nur empfehlen, solche Gelegenheiten wahrzunehmen. Man sammelt praktische Erfahrungen und kombiniert das mit Einblicken in eine uns fremde Kultur in einer Welt, die technologisch immer mehr zusammenwächst. Ich bin noch immer tief beeindruckt und hoch motiviert für mein weiteres Studium zurückgekehrt.

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