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Mit Daten in Konstanz Touristenströme orchestrieren

Das Projekt PredTour soll Besucherströme erfassen und die Daten dazu analysieren. Ziel ist es, lokale Verhaltenstendenzen voraussagen und Personenströme besser aneinander vorbei lotsen zu können.

Konstanz ist mit Einkaufstouristen verstopft, so dass die Stadt für Erholungstouristen immer unattraktiver wird. Insbesondere in den Sommerferien belastet die zeitliche und räumliche Konzentration von Touristenströmen die Infrastrukturen in der Bodenseeregion. Im Rahmen des Projekts PredTour (Predicting Tourism Movements) sollen Daten zu den Bewegungsströmen und -mustern mit einer App gewonnen werden. Anschliessend sollen Massnahmen identifiziert werden, um diese Ströme zu lenken. Dies soll positive Auswirkungen auf das Erlebnis der Touristen haben, welche die Sehenswürdigkeiten mit weniger Stau und Wartezeiten besichtigen können. Gleichzeitig soll das Gewerbe profitieren, indem sich mehr Personen reibungsloser durch die Stadt bewegen können, was zur  Kundenzufriedenheit beiträgt.

Internationales Projekt mit SML-Beteiligung
Als wissenschaftliche Partner sind am Projekt die Forschungsinstitutionen HTWG Konstanz sowie die SML beteiligt. Prof. Dr. Ralph Seepold (HTWG), Prof. Dr. Tatjana Thimm (HTWG) und Dr. Roger Seiler vom Institut für Marketing Management haben bei der Internationalen Bodensee Hochschule (IBH) den Zuschlag für die Projektförderung sowie dessen Umsetzung erhalten. Neben der erwähnten prinzipiellen Fragestellung sollen zwei wichtige Teilziele beleuchtet werden, die bisher nicht wissenschaftlich untersucht worden sind:

  • Wie können diese heterogenen Ströme (technisch und inhaltlich) respektive Bewegungsmuster erfasst werden?
  • Wie können Vorhersagen der infrastrukturellen Belastung sowie Vorschläge zur Nutzungsoptimierung (touristisches Kapazitätsmanagement, Besucherlenkung und Mobilitätsoptimierung) gemacht werden?

Die gewonnen Daten sollen Erkenntnisse über beide Touristengruppen liefern und durch Anreicherung mit Meta-Daten (z.B. Wetter, personenbezogene Daten) sollen allgemeine Bewegungsmuster generiert werden. Anschliessend können Anreize und Massnahmen zur Lenkung der Besucherströme abgeleitet werden.

Herausforderungen
Knackpunkte im Zusammenhang mit der Nutzung dieser App/Lösung, sind Vertrauen, Erlaubnis zur Nutzung der Daten und Einstellungen gegenüber Anreizsystemen. Diesen Aspekten kann mit gezielten Strategien (z.B. Aufbau von Kundenbeziehung) begegnet werden. Die Vielfalt dieser Aspekte zeigt deutlich, dass es sich um eine interdisziplinäre Problemstellung handelt, welche durch den Projektsetup optimal mit ebensolchen Ressourcen in Angriff genommen werden kann.

Auskunft: Roger Seiler, Institut für Marketing Management

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