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Legal meets Economics: 5th Competition Forum of Ukraine

Schwarz-weisse Betrachtungsweisen führen bekanntlich selten zu guten Lösungen. Dies trifft auch auf die wettbewerbsrechtliche Würdigung von sogenannten Vertikalabreden, also Abreden zwischen einem Hersteller und dessen Vertriebspartner, zu. Dr. Fabio Babey hat den Umgang mit dieser Problematik am 5th Competition Forum of Ukraine am 18. März 2016 in Kiew präsentiert.

Fabio Babey referierte in Osteuropa über die Erfahrungen der Schweiz mit der Kfz-Bekanntmachung.

Fabio Babey referierte in Osteuropa über die Erfahrungen der Schweiz mit der Kfz-Bekanntmachung.

Über 100 Wettbewerbsrechtsexperten sowie der Ministerpräsident der Ukraine nahmen an der bedeutendsten jährlich stattfindenden Wettbewerbstagung der Ukraine teil. An zwei Tagen diskutierten sie in hochkarätigen Panels aktuelle Themen wie die effiziente Organisation von Wettbewerbsbehörden oder Energiemarktreformen. Mit dabei war Dr. Fabio Babey vom Zentrum für Wettbewerbs- und Handelsrecht (ZWH) der SML. Experten des ZWH werden immer wieder als Beobachter zu internationalen Treffen im Bereich Wettbewerbsrecht eingeladen, auch wenn diese grundsätzlich Wettbewerbsbehörden vorbehalten sind (wie etwa OECD oder UNCTAD).

Ökonomisch-rechtliche Gutachtertätigkeit
Fabio Babey veranschaulichte in seinem Vortrag am Beispiel des Kfz-Marktes die pro- und anti-kompetitiven Effekte von Vertikalabreden. Das ZWH hat in diversen Gutachten zwischen 2009 und 2015 die positiven Wirkungen einer Wettbewerbsregulierung von Vertriebsverträgen im Kfz-Markt nachgewiesen.  «There is overwhelming evidence of welfare and efficiency gains», sagte Fabio Babey. «It is a wonderful success story of a sound competition policy». Die Expertise des ZWH, welche in den EU-Mitgliedstaaten Österreich und Deutschland auf grosse Resonanz gestossen ist, hat letztlich die WEKO in Bern dazu bewogen, die Kfz-Regel bis 2022 weiterzuführen.

Kfz-Markt weiterhin im Fokus des ZWH
Das ZWH ist auch 2016 beauftragt worden, den Kfz-Markt ökonomisch-empirisch zu untersuchen. Das Gutachten wird am 24. November 2016 anlässlich des XXIII. Atelier de la Concurrence des ZWH präsentiert.

Auskunft: Fabio Babey, Zentrum für Wettbewerbs- und Handelsrecht

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