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KTI-Projekt zu Corporate Responsibility geht in die Anwendung

Das Kompetenzteam Corporate Responsibility hat im März und April mit mehreren Partnern zu zwei Projekten Workshops durchgeführt, in denen Ergebnisse zur Nachhaltigkeitsberichterstattung vorgestellt und diskutiert wurden. Weitere Projektergebnisse werden im September bei der 7. Internationalen CSR-Konferenz in Berlin präsentiert.

Das KTI-Projekt «Der Nachhaltigkeitsbericht als Mittel der stakeholderorientierten Kommunikation: Lösungen für die Anwendung neuer Berichterstattungsrichtlinien durch Schweizer Unternehmen» wird gemeinsam vom Kompetenzteam Corporate Responsibility, dem Institut für Marketing Management der SML und dem Institut für Unternehmensführung der FHNW durchgeführt. Im Projekt sollen Instrumente zur Anwendung der Berichterstattungsleitlinien GRI G4 und IIRC auf die Bereiche Materialitätsbestimmung, Stakeholdereinbezug, Wertschöpfungskette sowie Zielgruppenorientierung entwickelt werden. Dafür hat das Team nach einer Analyse in Fallunternehmen zwölf Tools entwickelt, die Unternehmen bei der Lösung dieser Herausforderungen unterstützen können. Ausgewählte Tools wurden nun im dritten Projekt-Workshop mit allen Projektpartnern vorgestellt und diskutiert:

  • eine Datenbank zur Analyse des Nachhaltigkeitskontexts
  • ein Analysetool für die Wertschöpfungskette
  • ein Tool zur zielgruppengerechte Ansprache der Stakeholder

Nach der positiven Rückmeldung seitens der Projektpartner wie auch der KTI-Experten werden die Tools im weiteren Projektverlauf in den Unternehmen angewendet und anhand dieser Implementierungsphase optimiert.

DACH-Studie zur Online CSR-Berichterstattung
Anfang April wurden in München im Rahmen eines Praktikerworkshops erste Ergebnisse einer Studie zur Online CSR-Berichterstattung börsenkotierter Unternehmen in der DACH-Region vorgestellt. Die Studie untersucht anhand eines Kriterienkatalogs wie gut Unternehmen die Potenziale des Internets für Informationsbereitstellung, -zugänglichkeit, -verständlichkeit und den Dialog mit Stakeholdern nutzen. Die DAX-Unternehmen konnten dabei die besten Ergebnisse erzielen. Die SMI-Unternehmen schnitten im Schnitt etwas schwächer ab, jedoch teilweise deutlich besser als die ATX-Unternehmen. Allen drei Untersuchungsgruppen ist gemein, dass sie bei der Informationsbereitstellung deutlich bessere Ergebnisse erzielten als bei der Zugänglichkeit und Verständlichkeit. Ausserdem zeigt sich, dass sowohl die eigene Unternehmenswebseite als auch Social Media-Kanäle für den Dialog mit Stakeholdern kaum genutzt werden.

Gesamtergebnis der Unternehmen in der DACH-Region

Gesamtergebnis der Unternehmen in der DACH-Region

Das Projekt knüpft an Vorgängerstudien der Leuphana Universität Lüneburg aus den Jahren 2004, 2007 und 2012 an. Die aktuelle Untersuchung wird in Kooperation mit dem Lehrstuhl für BWL, insbesondere Kommunikations- und Kulturmanagement der Leuphana Universität Lüneburg und der Hochschule Fresenius Hamburg durchgeführt. Die Daten für die deutschen Unternehmen wurden im Rahmen eines Seminars von Studierenden bei Prof. Dr. Sigrid Bekmeier-Feuerhahn und Paula Bögel (Leuphana, Lehrstuhl für BWL, insbesondere Kommunikations- und Kulturmanagement) erhoben. Die Datenauswertung wurde von Statistik-Studierenden der Georg-August-Universität Göttingen unterstützt. Zusätzlich wurden im Rahmen von Abschlussarbeiten an der Leuphana Universität und der Hochschule Fresenius Hamburg auch die Nachhaltigkeitsauftritte der jeweils 20 größten börsenkotierten Unternehmen Österreichs und der Schweiz untersucht.

Gastgeber des Workshops war akzente, eine auf Strategie, Kommunikation und Reporting spezialisierte Beratung im Nachhaltigkeits- und CSR-Bereich. Die Resonanz der DAX-Unternehmen war positiv, sodass vor Ort ein reger Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis (hierüber sowie über die Ergebnisse des Workshops wird ausführlicher in einem Blogbeitrag von akzente berichtet) stattfinden konnte. Leider haben keine Unternehmensvertreter aus der Schweiz und Österreich diese Chance genutzt.

Für beide Projekte zur Nachhaltigkeitsberichterstattung werden Beiträge bei der 7. Internationalen CSR-Konferenz im September 2016 Berlin eingereicht. Sie findet zum Thema «CSR in an age of digitization» statt.

Auskunft: Katharina Hetze, International Management Institute

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