ales "" & is zhaw mitarbeiter: "zhaw_staff"

IVM-Tagung zum Thema Digitale Verwaltung

An der Tagung des Instituts für Verwaltungs-Management zum Thema Digitale Verwaltung wurde die Frage diskutiert, was sich die Bevölkerung im Hinblick auf digitale Dienstleistungen wünscht.

von Lyn Ellen Pleger
publikum

Wie eine digitale Verwaltung funktionieren sollte, wurde in drei Referaten und einer anschliessenden Podiumsdiskussion von verschiedenen Blickwinkeln durch Referenten aus Politik und Verwaltung beleuchtet. Im ersten Schwerpunktreferat diskutierte Peppino Giarritta, Hauptabteilungsleiter Digitale Verwaltung und E-Government der Staatskanzlei des Kantons Zürich, die gegenwärtige und geplante Umsetzung der Digitalen Verwaltung im Kanton Zürich.

20190207_Tagung_Digitale_Verwaltung_042Studie zeigt: Preis, Datenschutz und Datensicherheit sind Nutzern wichtig
Thomas Schuhböck vom Magistratsdirektion Stadt Wien stellte Digitalisierungsprojekte vor, die in der Stadt Wien bereits heute Anwendung finden. So können sich beispielsweise Bürgerinnen und Bürger auf einer Partizipationsplattform der Stadt Wien zu neuen oder geplanten Vorhaben äussern, neue Ideen einbringen oder Vorschläge anderer bewerten. Alexander Mertes und Lyn Pleger vom Institut für Verwaltungs-Management (IVM) der ZHAW School of Management and Law präsentierten in ihrem Referat Ergebnisse einer neuen Studie des IVM über die Präferenzen von Bürgerinnen und Bürgern hinsichtlich öffentlicher e-Services. Die Ergebnisse zeigen, dass insbesondere der Preis, der Datenschutz und die Datensicherheit wichtig sind für die Beurteilung von öffentlichen Dienstleistungen, wohingegen der Zeitaufwand eine untergeordnete Rolle spielt.

Die Bedeutung von Datensicherheit und Datenschutz
Das Thema Datensicherheit und Datenschutz war auch ein zentrales Thema der Debatte in der anschliessenden Podiumsdiskussion, worin zudem die Notwendigkeit der Beibehaltung analoger öffentlichen Dienstleistungen diskutiert wurde. Teilnehmende der Podiumsdiskussion waren neben den Referenten Caroline Brüesch, Alexander Mertes und Thomas Schuhböck auch Kathrin Arioli, Staatsschreiberin Kanton Zürich, VZGV-Präsident Thomas-Peter Binder sowie der Datenschutzbeauftragte des Kantons Zürich, Bruno Baeriswyl.

2Partizipation der Teilnehmenden
Um dem Thema der Digitalisierung auch in der Tagungsdurchführung gerecht zu werden, wurden die Teilnehmenden im Laufe des Tages wiederholt eingeladen, sich mit Hilfe ihrer Smartphones zu Fragen ans Plenum zu äussern. Die Antworten wurden direkt an die Leinwand projiziert und lieferten spannende Diskussionsgrundlagen und Erkenntnisse. Auf die Frage etwa, worin Bedenken gegenüber digitalen Dienstleistungen bestünden, waren die am häufigsten genannten Schlagworte «keine» und «Datenschutz». Weitere Teilnehmende äusserten Bedenken hinsichtlich eines möglichen Ausschlusses bestimmter Gesellschafsteile («Altersdiskriminierung», «Exklusion», «Segregation») oder einer durch Digitalisierungsprozesse hervorgerufene Verringerung der Bürgernähe («Distanz zu den Einwohnern», «Unpersönlichkeit»).

3Fachlicher Austausch und Postersession
Im Anschluss an die Tagung hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, sich während eines Apéros untereinander und mit den Referenten auszutauschen. Das IVM hatte zudem eine Postersession organisiert, worin sowohl aktuelle Projekte des IVM als auch die Fachstellen des Instituts vorgestellt wurden.

was Sie vielleicht auch interessiert...