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Internationale Preisdifferenzierung: Eine kartellrechtliche Herausforderung

Am 12th Debating Competiton Dinners wurde über die internationale Preisdifferenzierung debattiert. Der Event im Zunfthaus zur Saffran war komplett ausgebucht. Moderiert wurde die ökonomische Debatte zwischen Prof. Dr. Armin Schmutzler (Universität Zürich/WEKO) und Adrian Raass (Senior Regulatory Manager Swisscom) durch Dr. Andrea Graber (Debating Competition). Muss man mündige Bürger vor hohen Preisen schützen? Wer statt den günstigen M-Budget-Spaghetti die M-Classic Spaghetti wählt und weiss, dass die Preisdifferenz nicht auf Kostenunterschieden beruht, akzeptiert eine gewisse Preisdiskriminierung. Unternehmen verlangen je nach geographischem Gebiet unterschiedliche Preise, welche nicht kostenbasiert sind. Dies erlaubt ihnen, die Zahlungsbereitschaft der Konsumenten besser abzuschöpfen.

Die Schweiz als kaufkräftiges Land mit hoher Zahlungsbereitschaft gilt dabei als «Hochpreisinsel» und ist damit unmittelbar von internationaler Preisdifferenzierung betroffen. Am Debating Competition Dinner des Zentrums für Handels- und Wettbewerbsrecht der SML diskutierten Expertinnen und Experten des Kartellrechts und der Wettbewerbsökonomie über die rechtlichen Herausforderungen der internationalen Preisdifferenzierung.

Debatte: Unterschiedliche Standpunkte
Zu dieser Thematik äusserten sich die beiden Referenten des Abends mit je einem Impulsreferat. Obwohl Prof. Dr. Armin Schmutzler, Universität Zürich/WEKO, und Adrian Raass, Senior Regulatory Manager Swisscom, das Thema beide aus industrieökonomischer Sicht beleuchteten, waren sie sich nicht in allen Punkten einig. Insbesondere die Frage, ob gegen internationale Preisdifferenzierung überhaupt ein legislatorisches Mittel wie das Kartellgesetz gewachsen seien oder ob es nicht volkswirtschaftlich effizienter sei, dem Markt seinen Freiraum zu lassen, spaltete die Referenten und das Publikum. Moderiert wurde die Debatte durch Dr. Andrea Graber (Debating Competition).

Ausblick
Die nächste Veranstaltung widmet sich dem Thema «Neuere Entwicklungen in den Bereichen Medien und Telekommunikation». Mit Carole Söhner-Bührer (Vizedirektorin WEKO-Sekretariat) und Prof. Dr. Rupprecht Podszun (Universität Bayreuth) gewähren zwei renommierte Experten interessante Einblicke in die Thematik.

Wir würden uns freuen, Sie am 2. Juni 2016 im Zunfthaus zur Saffran in Zürich zum nächsten Debating Competition Dinner begrüssen zu dürfen.

Auskunft: Fabio Babey, Zentrum für Wettbewerbs- und Handelsrecht

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