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Insurance Circle: Innovation in der Vorsorge

Samuel Lisse, Geschäftsführer Vita Sammel-stiftungen, spricht über die aktuellen und zu-künftigen Herausforderungen für Pensionskassen.

Samuel Lisse, Geschäftsführer Vita Sammelstiftungen, spricht über die aktuellen und zu-künftigen Herausforderungen für Pensionskassen.

Für die meisten Erwerbstätigen sind die Guthaben in der beruflichen Vorsorge ihr grösstes Vermögen. Umso wichtiger ist für Arbeitgeber und Mitarbeitende, dass ihre Vorsorgeeinrichtung stabil wirtschaftet und die Anlageerträge fair und transparent verteilt. Das ist für Pensionskassen im aktuell garstigen Umfeld nicht immer einfach. Am Insurance Circle der ZHAW School of Management and Law präsentierte Geschäftsführer Samuel Lisse das neue Vorsorgemodell der Sammelstiftung Vita. Unter dem Thema «Gegenwärtige und zukünftige Herausforderungen im Risikomanagement für Pensionskassen» sprach Lisse über Themen wie die alternde Bevölkerung, Tiefzinsumfeld und Negativzinsen sowie über die Aufhebung des Frankenmindestkurses durch die Schweizerische Nationalbank. Rund 50 Gäste aus der Versicherungsbranche nahmen am Anlass teil.

Schweizweites Novum: Vollbeteiligungsmodell

«In dem sogenannten Vollbeteiligungsmodell werden die Anlageerträge eines Jahres der Sammelstiftung Vita gestaffelt in fünf Jahrestranchen an die Kunden verteilt», erklärt Samuel Lisse. Die Risikoanalysen haben für die Sammelstiftung Vita einen Zieldeckungsgrad von 106 Prozent ergeben. Sämtliche Anlageerträge eines Jahres, die über die Erträge hinausgehen, welche zum Erreichen des Zieldeckungsgrads und der Verzinsung der Altersguthaben nötig sind, werden einer so genannten Zinsreserve gutgeschrieben. Diese wird dann über fünf Jahre gestaffelt und nach einem klar definierten Verteilmechanismus den Altersguthaben der Versicherten gutgeschrieben.

Positiver Nebeneffekt: stabilere Erträge

Das neue Vorsorgemodell zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass die Verwässerung des Deckungsgrades reduziert werden kann, was den Schutz der bestehenden Versicherten stärkt. In seinem Referat betonte Lisse insbesondere auch, dass die Zinsreserve mehr Sicherheit biete, um zusätzliche Währungsschwankungen abzufedern. Zusammenfassend hielt der Referent fest: «Es handelt sich insgesamt um ein faires Modell, das die Ungleichheit zwischen arm und reich sowie jung und alt reduziert». Die Jury der Schweizer Assekuranz würdigte das Vorsorgemodell der Vita Sammelstiftung mit dem Innovationspreis 2014.

Auskunft: Matthias Erny, Zentrum für Risk and Insurance

Der Insurance Circle findet viermal jährlich statt und wird vom Zentrum für Risk & Insurance (ZRI) an der ZHAW School of Management and Law durchgeführt. Mit dem Insurance Circle soll der aktive Austausch zwischen Versicherungswirtschaft und angewandter Forschungstätigkeit gefördert werden. Die Referenten setzen sich aus hochkarätigen Vertreterinnen und Vertretern der Privatwirtschaft und ausgezeichneten Hochschuldozierenden zusammen. Der nächste Anlass findet am Dienstag, 22. September 2015 zum Thema «Digital Customers im Digital Age. Und die Versicherung? Digital enough?» Mehr Informationen unter www.zri.zhaw.ch

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