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Herausforderungen für Energieversorgungsunternehmen – Atelier de la Concurrence XXXI

Patrick Krauskopf begrüsst die zahlreichen Teilnehmenden

Patrick Krauskopf begrüsst die zahlreichen Teilnehmenden

Ob KMU oder Grosskonzern: Über 900 Energieversorgungsunternehmen (EVU) versorgen mehr als drei Millionen Privathaushalte und Unternehmen in der Schweiz mit Strom. Neben der Sicherstellung der Stromversorgung sind die EVUs mit weiteren Herausforderungen wie dem Paradigmenwechsel auf dem Markt konfrontiert. Zu diesen und anderen Themen im Strommarkt widmete sich das XXXI. Atelier de la Concurrence in Bern.

Prof. Patrick L. Krauskopf, Leiter des Zentrums für Wettbewerbsrecht (ZHAW), eröffnete am 3. September die Tagung vor fast 100 Teilnehmenden aus der Wirtschaft, Verbänden und Hochschulkreisen.

Welchen Herausforderungen sich Schweizer Stromunternehmen stellen müssen, erklärte Michael Wider zu Beginn der Veranstaltung.

Welchen Herausforderungen sich Schweizer Stromunternehmen stellen müssen, erklärte Michael Wider zu Beginn der Veranstaltung.

Der Strommarkt: vom Erzeuger zum Verbraucher

Zu Beginn erklärte Michael Wider von der ALPIQ Holding Ltd., dass das EVU den Strom auf dem Grosshandelsmarkt kaufe und ihn auf dem Endkundenmarkt an den Konsumenten weiterverkaufen würde. Dabei sei der Marktpreis von unterschiedlichen Faktoren abhängig, wie beispielsweise von politischen Entscheidungen oder vom Service des EVUs.

Renato Tami während seines Vortrags zum Thema "Wieviel Regulierung braucht der Strommarkt"?

Renato Tami während seines Vortrags zum Thema “Wieviel Regulierung braucht der Strommarkt”?

Herausforderung Gesetzesänderung und -anwendung
Renato Tami, Geschäftsführer der ElCom, sprach über die Rolle des Regulators und die Strommarktliberalisierung. Letztere beabsichtigt die Stromversorgung vollständig dem freien Markt zu übergeben und sei seit 2009 stufenweise durch oftmalige Gesetzesänderungen erfolgt. Die häufigen Änderungen seien nicht nur für die Elcom eine Herausforderung, sondern würden von den EVUs verlangen, ihre Investitionsentscheide unter Unsicherheit über die zukünftige Rechtslage treffen zu müssen.

Über wettbewerbsrechtliche Schranken für Stromunternehmen sprach Henrique Schneider in seinem Referat.

Über wettbewerbsrechtliche Schranken für Stromunternehmen sprach Henrique Schneider in seinem Referat.

Prof. Dr. Henrique Schneider, stellvertretender Direktor des Schweizerischen Gewerbeverbandes sgv, befasste sich ausführlich mit den Gesetzen im Strommarkt. Dabei hob er hervor, dass mit der parallelen Anwendung von Regulierungs- und Wettbewerbsrecht die EVUs vor der Herausforderung stünden, sich in beiden Rechtsgebieten regelkonform zu verhalten.

Herausforderung, Paradigmenwechsel und Digitalisierung

In seinem Vortrag referierte Marc Steiner über die Politikkohärenz als Herausforderung für die Strommarktöffnung

In seinem Vortrag referierte Marc Steiner über die Politikkohärenz als Herausforderung für die Strommarktöffnung.

Marc Steiner, Bundesverwaltungsrichter, zeigte den interessierten Teilnehmenden, wie sich die Grundauffassung des Strommarktes veränderte. Früher sei im Beschaffungswesen der Preis das ausschlaggebende Element gewesen. Heute rücken Qualität und Nachhaltigkeit vermehrt in den Fokus.
Beim darauffolgenden Interview sprach Dr. Urs Meister unter anderem über die Digitalisierung im Markt und erläuterte eindrücklich, dass neue technische Entwicklungen zu einer neuen Dynamik im Markt führen werden.

Urs Meister im Interview mit Patrick Krauskopf

Urs Meister im Interview mit Patrick Krauskopf.

 

 

 

Spannende Paneldiskussion
Im Anschluss daran folgte eine Paneldiskussion mit den Referierenden Michael Frank vom VSE, Dr. Brigitta Kratz, Rechtsanwältin bei Stiffler & Partner und Caroline Socchi, Rechtsanwältin bei AGON Partners. Rege diskutiert wurde unter anderem der Service Public im Strommarkt.

Die Panellisten diskutieren über das Thema Service Public im Strommakrt.

Die Panellisten diskutieren über das Thema Service Public im Strommarkt.

 

Auskunft: Prof. Dr. Patrick Krauskopf, Leiter Zentrum für Wettbewerbs- und Handelsrecht