Global Student Challenge: From Scratch to the Regional Final

Vier Wirtschaftsinformatik-Studenten der SML haben Anfang April an der Global Student Challenge in Mailand teilgenommen. Student Dario Herzog berichtet von den Erfahrungen des Teams.

Dank dem Modul Operations & Process Management sind wir auf die Global Student Challenge aufmerksam geworden, einer webbasierten Business Simulation mit Schwerpunkt Supply Chain Management bzw. Financial Management. Im Modul wurde darauf hingewiesen, dass dies eine gute Übung auf freiwilliger Basis sei, um sein Wissen zu diesem Thema zu erweitern. Schon bald hatten wir ein Team aus vier Personen gegründet: Moritz Huber, Mike Rochat, Fabrice Trutmann und ich, Dario Herzog. In der Simulation geht es darum, ein unprofitables Unternehmen in die schwarzen Zahlen zu führen. Jedes Teammitglied übernimmt eine andere Rolle: Finance, Supply Chain, Sales oder Purchasing. Die Person, die in die jeweilige Rolle schlüpft, kann diverse Einstellungen für die Ausführung ihrer Tätigkeit vornehmen. Diese bestehen unter anderem aus:

  • Reduktion der Lagermitarbeiter (Supply Chain)
  • Aufnahme eines zusätzlichen Kredits (Financial)
  • Wechsel der Zulieferer (Purchasing)
  • Service-Level-Verringerung (Sales)

Diese Einstellungen sind jedoch nur ein kleiner Teil der Faktoren, die beeinflusst werden können.

Mit jeder Stufe wird es härter
Die Challenge besteht aus vier Stufen, in welchen sich jeweils nur die Besten qualifizieren. Dabei bestreitet man jeweils drei oder vier Runden, die völlig unabhängig voneinander bewertet werden. Geht es in der Qualifikation noch lediglich darum einen positiven ROI (Return of Investment) zu erzeugen, ist auf den folgenden Stufen der Konkurrenzkampf richtig hart. Hier kommen jeweils nur die Teams mit den höchsten ROI weiter, im Regional Final sogar nur noch die Erstplatzierten. In jeder Runde verfügt man über ein begrenztes Zeitfenster, um seine Einstellungen zu treffen, wobei die Zeitabstände mit jeder Stufe kürzer werden. Nachdem eine Runde abgeschlossen ist, erhält man umgehend die Resultate und kann seine Leistung mit anderen Teams vergleichen sowie Schwachstellen ausfindig machen.

Das SML-Team in Mailand während der ersten 75 Minuten beim Analysieren und Einstellen der Parameter.

Das SML-Team in Mailand während der ersten 75 Minuten beim Analysieren und Einstellen der Parameter.

Sankt Gallen oder Mailand – Hauptsache Finale
Nachdem wir im ersten Qualifikationsversuch schnell feststellten, dass das Erreichen eines positiven ROI keine grosse Schwierigkeit darstellte, haben wir bewusst entschieden, die Kriterien nicht zu erfüllen, um eine zweite Qualifikationsrunde spielen zu können und zusätzliche Erfahrungen zu sammeln. Diese halfen uns, das Ziel des positiven ROI zu übertreffen. Im «National Final» konnten wir trotz erfahrener Konkurrenz von der HSG den ersten Platz verteidigen und zogen somit als eins von zwei verbleibenden Schweizer Teams ins «Regional Final» ein. Dieses wurde kurzerhand von der HSG ans Politecnico di Milano verlegt. Wir mussten nicht lange überlegen, ob wir die Gelegenheit nutzen wollen, eine der führenden Universitäten Europas zu erkunden, sowie anderen Studierende zu treffen, die sich für das Thema Supply Chain begeistern. Zudem erhielten wir für die Reise finanzielle Unterstützung von Stefan Koruna, unserem Studiengangleiter. Wir reisten einen Tag früher an, um die Stadt zu erkunden und uns auf die Challenge vorzubereiten. Leider erfuhren wir erst kurzfristig, in welchem Departement das Ganze stattfinden würde. Es war wohl Murphys Law zu verdanken, dass unsere Unterkunft genau auf der anderen Seite der Stadt lag.

Der Tag der Challenge
Wie erwähnt, war die erste Herausforderung vor der grossen Challenge bereits die Anreise durch die halbe Stadt. Beim Austragungsort angekommen, war aber alles gut beschildert. Der Leiter der Universität gab uns einige Auskünfte zur Hochschule und informierte uns über den Verlauf der Challenge. Insgesamt massen sich elf Teams aus Italien und zwei aus der Schweiz in der Business Simulation. Der grösste Teil davon waren Studenten des Politecnico di Milano. Mit gerade mal 75 Minuten pro Runde war die Zeit zur Analyse des Geschäftsumfelds und zur Festlegung der Parameter sehr knapp bemessen, was im Gegensatz zu den Runden zuvor eine völlig andere Herausforderung darstellte. Nach jeder Runde wurden die Resultate verlesen und analysiert. Dann wurden die neuen Einstellmöglichkeiten der nächsten Runde preisgegeben. Während der Einstellphase hatte jedes Team einen kleinen Tisch in der dortigen Lernlandschaft zur Verfügung. Der Ort wurde aber auch als Flur benutzt. Immerhin verhinderten Sichtschutzwände, dass Kontrahenten «Spionage» betreiben konnten. Neben den kurzen Zeitperioden war es eine Herausforderung, sich mit Einstellungen auseinanderzusetzen, welche zum ersten Mal auftauchten.

Gespanntes Warten auf die Resultate der gerade abgeschlossenen Runde.

Gespanntes Warten auf die Resultate der gerade abgeschlossenen Runde.

Nach Absolvierung der drei Runden waren wir gespannt auf das Endresultat, bei welchem wir einen Platz gutmachen konnten. Abgesehen davon konnten wir während der ganzen Simulation enorm profitieren, indem wir theoretisches Wissen aus dem Unterricht auf das Spiel anwenden konnten und zusätzlich viel Neues gelernt haben. Auch wenn es für den ersten Platz und den Finaleinzug angesichts der starken Konkurrenz nicht gereicht hat, war es eine wertvolle Erfahrung. Wir konnten die Auswirkungen der angewandten Theorien in einer sehr praxisorientierten Simulation erleben und die komplexen Zusammenhänge einzelner Einflussfaktoren nachvollziehen. Wir können diese Erfahrung allen empfehlen, die sich für Supply Chain Management interessiert. Wer erste Erfahrungen mit der Global Challenge machen will, kann dies bereits ab dem kommenden Semester an der SML tun. Bei Michael Lustenberger wird die entsprechende Simulation im Wahlpflichtmodul Supply Chain Management zur Anwendung kommen.

Verkündigung der glücklichen Gewinner, welche ein hervorragendes Resultat erzielt haben.

Verkündigung der glücklichen Gewinner, welche ein hervorragendes Resultat erzielt haben.

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