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Feierliche Amtsübergabe IPSASB Chair

Rund 40 geladene Gäste aus Verwaltung, Politik und Wissenschaft nahmen am Donnerstag, 7. Januar, an der Amtsübergabe-Feier des IPSASB Chairs an der ZHAW School of Management and Law teil. Dabei wurde insbesondere auf die Entwicklung des Rechnungslegungsstandards während der Amtsdauer von Andreas Bergmann als IPSASB-Vorsitzender zurück geschaut.

Während 10 Jahren gehörte Prof. Dr. Andreas Bergmann dem International Public Sector Accounting Standards Board (IPSASB) an und fungierte in den vergangenen sechs Jahren als dessen Vorsitzender. Als solcher prägte er die Entwicklung dieser Standards massgeblich mit. Per Ende 2015 ist er aufgrund der Beschränkung der Amtsdauer aus dem Board ausgeschieden. Seinen Platz im Board nimmt Marc Wermuth ein, der in seiner vorgängigen Funktion als Technical Advisor von Andreas Bergmann die Mechanismen des standardsetzenden Boards bereits kennt. Neuer Vorsitzender ist der Engländer Ian Carruthers.

Der scheidende Vorsitzende und seine Nachfolger: Ian Carruthers, Andreas Bergmann und Marc Wermuth (v.l.r.)

Entwicklung und Errungenschaften
In seinem Referat sprach Andreas Bergmann über die Entwicklungen des Rechnungslegungsstandards und die während seiner Amtszeit ausgearbeiteten Artikel im Regelwerk. Ein Meilenstein stellt das Rahmenkonzept (Conceptual Framework) dar, das die Prinzipien zur Entwicklung der IPSAS und die Eigenheiten des öffentlichen Sektors festhält. Sein Nachfolger als IPSASB-Vorsitzender, Ian Carruthers, überraschte zu Beginn seines Referats mit seinen guten Deutschkenntnissen. Er sprach insbesondere über die zukünftige Entwicklung des Standards, bei der es darum gehe, die Konvergenz zu den International Financial Reporting Standards (IFRS) zu stärken und die Spezifika des Public Sectors zu adressieren. Das während der Amtszeit von Andreas Bergmann etablierte Rahmenkonzept sei für Letzteres eine gute Leitlinie.

Hoher Stellenwert in der Schweiz
Markus Stöckli, ehemaliger Leiter Dienst Rechnungswesen der Eidgenössischen Finanzverwaltung, würdigte in seinem Referat den Stellenwert der IPSAS in der Schweiz. Exemplarisch erwähnte er das Beispiel der eidgenössischen Finanzkommission, die sich bei den Beratungen zur Optimierung des Rechnungslegungsmodells (2017) dafür aussprach, die Abweichungen zu IPSAS so gering wie möglich zu halten. Weiter strich er die gestärkte Unabhängigkeit der öffentlichen Rechnungslegung von finanzpolitischen Fragestellungen hervor. Der Amtschef der Finanzdirektion des Kantons Zürich, Rudolf Meier, erläuterte die Relevanz der IPSAS auf kantonaler Ebene. Insbesondere würdigte er auch die Arbeit von Andreas Bergmann im Schweizerischen Rechnungslegungsgremium für den öffentlichen Sektor (SRS-CSPCP), wo er sein Expertenwissen bei der Ausarbeitung des Harmonisierten Rechnungslegungsmodels 2 (HRM2) einbrachte. Dieses lehnt sich an die IPSAS an.

Als finaler Akt überreichte Andreas Bergmann seinem Nachfolger Ian Carruthers die Access Card zum IPSAS Office in Toronto.

Auskunft: Pascal Horni, Institut für Verwaltungs-Management (IVM)

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