Exkursion in die Justizvollzugsanstalt Saxerriet

Studierende im Wahlpflichtmodul “Angewandte Unternehmensethik” besichtigten mit Professor Mathias Schüz die Justizvollzugsanstalt Saxerriet und konnten mit einem Strafgefangenen sprechen, der für Wirtschaftsdelikte verurteilt wurde.

Zum zehnten Mal unternahm Prof. Dr. Mathias Schüz im Rahmen des Wahlpflichtmoduls “Angewandte Unternehmensethik” mit einem Teil seiner Studierenden eine Exkursion in die Justizvollzugsanstalt Saxerriet. Der stellvertretende Direktor Andreas Jerger vermittelte den Studierenden einen Einblick in den Justizvollzug der Schweiz, machte Angaben über Anzahl, Herkunft und Vergehen der Insassen, und beschrieb die Arten des Vollzugs. An dem Besuch nahm auch Ruth Schröder aus Deutschland teil. Sie ist im Justizministerium verantwortlich für sämtliche Gefängnisse in Hessen. Sie konnte die Ausführungen mit Vergleichen aus Deutschlands Strafvollzug eindrücklich ergänzen.

Prof. Dr. Mathias Schüz unternahm mit einem Teil seiner Studierenden eine Exkursion in die Justizvollzugsanstalt Saxerriet.

In Saxerriet wird der offene Vollzug praktiziert. Die Insassen können sich auf dem weitläufigen Gelände frei bewegen und vor allem in den landwirtschaftlichen Betrieben ihrer Arbeit nachgehen. Am Abend werden sie wieder in ihre Zellen eingeschlossen.

Höhepunkt der Exkursion war wieder die Diskussion mit einem Strafgefangenen, der für Wirtschaftsdelikte in Millionenhöhe zu mehreren Jahren verurteilt worden war. Die Studierenden nutzten die Gelegenheit, um aus erster Hand sich näher nach dem Delikt und dem Aufenthalt zu erkundigen. Wie schon bei den vergangenen Exkursionen zeigte der Dialog, dass weniger die Art des Vollzugs als vielmehr der Entzug von Freiheit und die soziale Ächtung der Familie für die Gefangenen als das Hauptproblem ihrer Gefängnisstrafe angesehen wird. Dementsprechend hoch ist die Reue für die begangene Tat.

Der abschliessende Rundgang durch einen Zellentrakt, in dem auch Zellen zur Disziplinierung renitenter Häftlinge besichtigt werden konnten, hinterliess bei den Studierenden den nachhaltigen Eindruck, dass es sich wohl nicht lohnt, der Gier nach schnellem Geld nachzugeben. Der Preis dafür ist hoch.

Auskunft: Mathias Schüz, Zentrum für Human Capital Management

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