European Legal History – Auf der Suche nach rechtshistorischen Gemeinsamkeiten zwischen der Schweiz und Norwegen

Im Rahmen des Moduls European Legal History nahmen in den vergangenen zwei Wochen 26 Studierende an einer Studienreise nach Norwegen teil. Die Studierenden besuchten an der Inland Norway University of Applied Sciences in Lillehammer gemeinsam mit norwegischen Studierenden das Modul Western Legal Culture. Dabei wurden sie von Prof. Dr. Andreas Abegg begleitet.

Im Zentrum der Studienreise nach Lillehammer steht jeweils die (Rechts-)Kultur und der kulturelle Austausch zwischen norwegischen und schweizerischen Studierenden. In der ersten Woche erläuterte Andreas Abegg den Studierenden die Unterschiede von Common Law und Civil Law. Ein besonderes Augenmerk richtete er auf die historischen Gründe für die unterschiedliche Entwicklung beider Rechtskulturen, welche vor allem in der Wiederaufnahme des römischen Rechts ab dem 12. Jahrhundert und der unterschiedlichen Reaktion auf die Religionskriege des 16. und 17. Jahrhunderts zu finden sind. In der zweiten Woche gab der norwegische Professor Geir Stenseth den Studierenden einen Einblick ins norwegische Recht und dessen Stellung zwischen Civil Law und Common Law.

Bericht der Studierenden
Lillehammer liegt ungefähr zwei Stunden Zugfahrt nördlich von Oslo. Das kleine, idyllische Städtchen ist vor allem für die im Jahre 1994 durchgeführten Olympischen Spiele und die dafür erbaute Skisprungschanze bekannt. Ansonsten ist es eher ruhig, fast schon zu ruhig für den Geschmack der Schweizer Studierenden. Obwohl sich ca. 5’000 Studierende im Städtchen aufhalten, ist an den Werktagen sehr wenig los. Abgesehen von einigen Pubs sind ein oder zwei Clubs vorhanden, welche an den Wochenenden die Massen anziehen.

Skisprungschanze_Lillehammer

Die für die Olympischen Winterspiele erbaute Skisprungschanze Lysgårdsbakken

 

Wir 26 Studierenden kamen bereits am ersten Tag in Kontakt mit den norwegischen Studierenden. In Gruppenarbeiten wurden schnell neue Bekanntschaften geschlossen, was den Aufenthalt abseits der Schule in den folgenden Tagen unterhaltsamer und spannender gestalten sollte. Schnell wurde auch klar, dass die Norwegerinnen und Norweger sportbegeistert sind: Wir wurden eingeladen, am jährlichen Fussballturnier des Studierendenvereins mitzuspielen. Prämiert wurden nicht die fussballerischen Fähigkeiten, sondern auch die Kostüme. Das eine Schweizer Team erhielt Unterstützung durch norwegische Organisationstalente; für den Kostümpreis hat es jedoch nicht ganz gereicht.

Das kostümierte Fussballteam der Schweizer Studierenden

Das kostümierte Fussballteam der Schweizer Studierenden

In der zweiten Woche wurde es ernster für uns Studierende, denn am Freitag stand die mündliche Prüfung an – weshalb wir nun auf grosse Partys verzichteten. Nach der Prüfung wurde gemeinsam zu Abend gegessen und auf die überstandenen Prüfungen angestossen. Einige trafen sich später mit den norwegischen Studierenden und genossen noch einmal das norwegische Nachtleben.

Die 26 Teilnehmer und zwei Kursleiter des Studytrips nach einem erfolgreichen Modul in Lillehammer.

Die 26 Teilnehmenden und zwei Kursleiter der Studienreise nach einem erfolgreichen Modul in Lillehammer.

Fazit: Die zwei Wochen in Norwegen waren auf schulischer, sozialer und kultureller Ebene eine Bereicherung.

Senal Sidar und Iso Bucan

Auskunft: Prof. Dr. Andreas Abegg, Leiter Zentrum für Öffentliches Wirtschaftsrecht

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