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Die digitale Pille auf dem Vormarsch

Am Insurance Circle der ZHAW School of Management and Law nahm Philomena Colatrella, Vorsitzende der Geschäftsleitung der CSS Versicherung, das Thema Digital Health auf und präsentierte erste Lösungsansätze.

Philomena Colatrella spricht am Insurance Circle über die "digitale Pille"

Philomena Colatrella spricht am Insurance Circle über die «digitale Pille».

Digitalisierung als Fakt
Die Digitalisierung ist Fakt, dem sich alle stellen müssen – auch das Gesundheitswesen. Gemäss einer Umfrage des World Economic Forum (WEF) unter Technologieexperten liegt die Eintrittswahrscheinlichkeit bei 91,2 Prozent, dass bis 2025 10 Prozent der Bevölkerung Kleidung tragen, die mit dem Internet verbunden ist. Auch für das Gesundheitswesen ergeben sich neue Möglichkeiten: Bereits 2018 soll der Markt für Wearables über 30 Milliarden US-Dollar betragen. Dabei können Krankenversicherer die Daten der Kunden für deren Gesundheit nutzen. Es wird davon ausgegangen, dass Akzeptanz und Möglichkeiten, die Sensorik patientenfreundlich einzusetzen, weiter zunehmen werden. «Nur wenn der Kunde einen Sensor einfach und bequem einsetzen kann, wird dieser erfolgreich sein», sagt CEO Philomena Colatrella.

Wo steht die digitale Therapie heute?
Im Gesundheitsbereich gibt es mittlerweile viele Health Intervention IT-Lösungen: Die Ansätze reichen von der Linse zur Blutzuckermessung über Sensoren zur Messung der Schlafqualität. Alleine für Asthmatiker gibt es über 1000 Apps. Zum aktuellen Zeitpunkt sind aber weder die Sensorik noch die Apps ausreichend geprüft respektive validiert. Fraglich ist dabei auch, welche Rolle die Krankenversicherer spielen sollten. Die CSS untersucht dabei in Zusammenarbeit mit der Wissenschaft, wie digitale Ansätze bei chronischen Patienten eine Verhaltensänderung im Sinne des Therapieziels unterstützen, gleichzeitig die Qualität verbessern und letztlich einen Beitrag zur Kosteneffizienz leisten. Dafür hat die CSS «myStep» entwickelt – ein Programm, das zu mehr Bewegung animiert. Bei einer durchschnittlichen Schrittzahl von mehr als 10000 pro Tag erhalten die Teilnehmer einen zusätzlichen Rabatt auf ihre Versicherungslösung. In der CSS-Welt werden Apps, welche die Gesundheit der Patienten unterstützen oder zur Genesung beitragen, «digitale Pille» genannt.

Die "digitale Pille" der CSS

Die «digitale Pille» der CSS

Wohin führt der Weg?
Grundsätzlich bietet die Digitalisierung eine Chance, den Gesundheitsmarkt zu verbessern. Eine solche Chance soll ergriffen werden. Die grössten Gewinner einer digitalisierten Gesundheitsversorgung sind Patienten, die von besseren Therapien profitieren und diejenigen, die dadurch gar nie Patienten werden. Ziel ist es, einen Patienten kontinuierlich zu betreuen und gleichzeitig die Gesundheitsversorgung effizienter gestalten, um die Kosten zu senken. Die Forschung, welche genau in diesem Bereich betrieben wird, lässt die gewünschte Zukunft realistisch erscheinen.

Auskunft: Sascha Briner und Matthias Erny

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