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Die digitale Pensionskasse

Bild_2_Vision PK 2030

Mehrwert für die versicherten Personen und die angeschlossenen Unternehmen.

Mit 75 Teilnehmenden war auch der zweite Anlass der Seminarreihe ‘Vision PK 2030’ gut besucht. Markus Moor, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Risk & Insurance, zeigte in seinen Ausführungen auf, dass Pensionskassen mit digitaler Transformation Mehrwert für ihre Organisation und ihre Kunden schaffen. Statt einmal im Jahr den ausgedruckten Vorsorgeausweis an ihre Versicherten zu versenden, sollte den Kunden über die digitalen Kanäle sämtliche persönlichen und stets aktuellen Informationen zur Verfügung gestellt werden, damit Simulationen vorgenommen und Leistungsfälle wie Einkauf, Vorbezug für Wohneigentum oder Teilpensionierung online ausgelöst werden können.

Christoph Müller, Direktionsmitglied bei der Basler Versicherungen, betonte, dass den Versicherten über eine Plattform die volle Transparenz über ihre Vorsorgesituation zu geben sei. Anzustreben ist eine Gesamtschau, die neben der beruflichen auch die staatliche Vorsorge (AHV) und die private Vorsorge umfasst. Voraussetzung dazu ist eine konsequente Datenbereinigung als Grundlage für die weiteren Digitalisierungsschritte. Die Baloise habe für die Automatisierung Roboter im Einsatz. Zur Kontaktierung der Kunden werden SMS versandt, worauf 90 Prozent der Empfänger ein positives Feedback geben würden und die Fälle in der Folge schneller weiterverarbeitet werden können.Bild_1_Vision PK 2030

Die digitale Transformation könne nur mit einer Neugestaltung der Prozesse einhergehen, hielt Sergio Bortolin, Geschäftsführer der Asga Pensionskasse, fest. Die automatisierten Arbeitsabläufe der Routinetätigkeiten erlauben den Mitarbeitenden der Pensionskasse, sich verstärkt auf die Beratung der angeschlossenen Unternehmen und ihr versichertes Personal zu konzentrieren. Die Digitalisierung erfordert einen Wandel in der Unternehmenskultur, der sich in einer hohen Bereitschaft der Mitarbeitenden für Veränderung und in vermehrter Selbstreflektion äussere. Gerade Führungskräfte hätten diesbezüglich Ängste vor Machtverlust.

Gemäss Markus Büchi, Geschäftsführer der Pensionskasse Spida, führe eine hohe Nutzung des digitalen Portals durch die Kunden zu einer effizienteren Kostenstruktur. Spida setzt bei den angeschlossenen Arbeitgebern auf finanzielle Anreize im Meldeverfahren. Weiter plädierte Büchi dafür, dass Pensionskassen-Dokumente mit einem QR-Code versehen werden. So können etwa Abrechnungen von austretenden Versicherten durch die Pensionskasse des neuen Arbeitgebers automatisch eingelesen werden.

Daniel Greber, Leiter des Instituts für Risk & Insurance, hielt an der abschliessenden Podiumsdiskussion fest, dass die Digitalisierung in der beruflichen Vorsorge ein wichtiger Wettbewerbsfaktor ist, und es für Pensionskassen darum geht, sich diesbezüglich stärker und erfolgsversprechend zu positionieren.