Deutscher Staatssekretär besucht die SML

Stefan Müller, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung, war am 29. August mit einer kleinen Delegation an der SML zu Gast.

Der Besuch war Teil eines zweitägigen Programms. Die Delegation aus Deutschland besuchte in Begleitung von Fachleuten der deutschen Botschaft wichtige Bildungs- und Forschungsinstitutionen in der Schweiz. So standen Besuche bei der Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt EMPA, der Eidgenössischen Technischen Hochschule ETH, dem Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI und der ZHAW auf dem Programm. Zudem besuchte die Delegation den Ausbildungsbetrieb CSL Behring, um aus erster Hand mehr über das Schweizer Berufsbildungssystem zu erfahren. Der Besuch bei der ZHAW kam nicht zuletzt dank Prof. Dr. Tilman Slembeck zustande, der im Rahmen von Wirtschaftskonsultationen gute Kontakte zur deutschen Botschaft pflegt.

Der Staatsekretär und seine Gastgeber: SML-Direktor André Haelg; Stefan Müller, Parlamentarischer Staatssekretär im BMBF;  Prof. Dr. Tilman Slembeck, Leiter Fachstelle für Wirtschaftspolitik und Dr. Christoph Ebnöther, Dozent und Generalsekretär der Association of Management Schools of Switzerland (AMS) (v.l.n.r.).

Nähe zur Wirtschaft und Akademisierung
In seiner Präsentation ging Prof. André Haelg kurz auf einige Charakteristiken und Herausforderungen der Schweizer Fachhochschulen ein und stellte den deutschen Gästen die ZHAW sowie im Speziellen die SML vor. Die anschliessende Diskussion drehte sich unter anderem um das Verhältnis zwischen Universitäten und Fachhochschulen sowie die Nähe zur Wirtschaft. Staatsekretär Stefan Müller wollte insbesondere wissen, ob sich die Schweizer Fachhochschulen als Treiber der lokalen Entwicklung verstehen, wie es eins der erklärten Ziele in Deutschland sei. André Haelg wies auf die Kleinräumigkeit der Schweiz hin. Diese zwinge viele Fachhochschulen, neben der lokalen Wirtschaft auch den Kontakt zu international tätigen Firmen sowie teilweise zu grenznahen ausländischen Unternehmen zu suchen. Natürlich sei dies nicht in allen Fachgebieten gleich zwingend und es gebe zudem  regionale Besonderheiten zu beachten, wie beispielsweise der Gesundheitscluster in Winterthur. In Bereichen wie der Weiterbildung würden sich aber viele Hochschulen nicht auf ihre angestammte Region beschränken, sondern ihre Kurse vermehrt in den wenigen grösseren Ballungszentren anbieten, insbesondere in Zürich.

Während sich die Fachhochschulen in der Schweiz klar als Teil des Berufsbildungssystems sehen, sei dies in Deutschland nicht überall so. Staatsekretär Stefan Müller würde sich für Deutschland ebenfalls ein solches Selbstverständnis wünschen, da viele Fachhochschulen sich immer stärker in Richtung Universitäten entwickeln. Bezüglich Akademisierung plädierte André Haelg für eine gute Mischung zwischen praxisorientierter Umsetzung und wissenschaftlicher Fundierung. Zusammenfassend zeigte sich im Gespräch, dass es viele Gemeinsamkeiten gibt und der grenzüberschreitende Wissensaustausch für beide Seiten wertvoll ist. Ausgiebig Gelegenheit dazu wird es 2017 geben, wenn die Bundesdekanekonferenz erstmals im Ausland stattfinden wird, nämlich in Winterthur.

Auskunft: André Haelg, Direktor SML

 

was Sie vielleicht auch interessiert...

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>