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Deshalb lohnt es sich, eine Weiterbildung in Angriff zu nehmen

Die kurze Antwort auf die Frage zur Motivation und zum Wert, eine Weiterbildung in Angriff zu nehmen wäre, weil CAS, DAS und MAS wissens-, praxis- und umsetzungsorientiert sind. Aber wieso genau muten sich berufstätige Fach- und Führungskräfte zunehmend herausfordernde Studiengänge zu und berauben sich wertvoller Zeit für Freunde, Familie und Freizeitaktivitäten?

von Esther Furrer
Eintrag im Kalender: Weiterbildung

In der langjährigen Tätigkeit als Studienleitung für Weiterbildungen im Bereich Gesundheitswesen lassen sich aus zahlreichen Beratungsgesprächen mit bildungswilligen Personen die folgenden, konkreten Muster feststellen.

Die Interessierten sind auf der Suche nach der individuell geeigneten Weiterbildung sind verantwortungsbewusste Personen in verschiedenen Wirtschaftszweigen. Sie sind intrinsisch motiviert,

  • erkennen potenzielle, persönliche Defizite
  • oder möchten wichtige Entwicklungen, Trends und Chancen für Innovationen frühzeitig erkennen, den Anschluss nicht verpassen.
  • Sie sehen die Notwendigkeit, sich aktiv für ihr Fortkommen engagieren zu müssen und wollen sich nicht ausschliesslich im Dienst der Arbeitgebenden engagieren oder «aufopfern».

Selbstverständlich ist die Forderung der Arbeitgebenden ein ebenso wichtiger Grund für die stete Nachfrage nach Weiterbildung und die Motivation, sich passende Kompetenzen anzueignen. Die berufsmässige Mitarbeiterförderung bewegt Firmen, entweder Inhouse-Angebote zu fördern oder in konkreter Zusammenarbeit mit Fachhochschulen anerkannte, mit ECTS-Punkten honorierte Weiterbildungen für den jeweiligen Firmenbedarf zu konzipieren.

Studierende lassen sich zudem in der Regel nicht einer bestimmten Alterskategorie zuordnen. Allen gemeinsam ist jedoch, dass sie bereits während mehrerer Jahre im Berufsleben eine Fach- oder Führungskompetenz erworben haben. Trotz mutmasslichem Expertenstatus im Berufsalltag stellen sie fest, dass persönliche Befriedigung, Ansehen und berufliche Glaubwürdigkeit von mehr abhängt als nur davon, ob sie im Alltag Fälle korrekt und zur Zufriedenheit von Vorgesetzten lösen oder für die Mitarbeit in innovativen Projekten gefragt sind. Insbesondere die neuen Generationen von Weiterbildungswilligen streben nach persönlicher Challenge und gleichzeitiger Abstimmung und Optimierung auf die Privatsphäre. Sie erkennen für sich

  • die Herausforderung, bestehendes Wissen und berufliche Praktiken sporadisch theoretisch und wissenschaftlich hinterfragen und evaluieren zu müssen,
  • aktiv für die Vertiefung und Expansion von Berufs-Wissen eine Leistung zu erbringen.
  • Sie streben danach, Weiterbildungsaktivitäten selbst zu priorisieren und ihre Zukunftschancen parallel zu persönlichen Interessenlagen und Wunschvorstellungen zu entwickeln.

Weiterbildungen bringen persönlichen Nutzen und unterscheiden sich von Ausbildungen und konsekutiven Studiengängen. So etwa erwerben sich Studierende in akkreditierten Zertifikats- und Masterstudiengängen zwar auch zusätzliches Fachwissen oder erhalten die Möglichkeit, Halbwissen zu verifizieren und korrigieren. Weiterbildungen sind jedoch vor allem darauf ausgelegt, dem speziellen Bedarf von Berufspersonen gerecht zu werden, insofern als

  • die Vernetzung mit Praxisfällen und die Entwicklung oder Evaluation neuer Konzepte ausgiebig Raum einnehmen soll,
  • entscheidende Kontakte zu Dozierenden (diese sind hier in der Rolle der praktizierenden Experten und nicht derjenigen der Autoritätspersonen) und Weiterbildungskolleginnen und -kollegen für das Berufsleben geknüpft werden sollen.

Das Networking in der Weiterbildung geht über den sozialen Akt hinaus; es ist das Ergebnis anregender und teils harter Auseinandersetzung im Unterricht und an den beruflich herausfordernden Schnittstellen.

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