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Dänisches Didaktiker-Netzwerk auf Inspirationssuche in Winterthur

 

Am 8. Oktober 2018 besuchte eine 25-köpfige Delegation der Universität Kopenhagen das Zentrum für Innovative Didaktik (ZID). Die Delegation bestand aus Mitarbeitenden aller Fakultäten, die für die Bildungs- und Unterrichtsentwicklung zuständig sind.

von Sabrina Frintrop und Andrea Reichmuth

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Bereits im Mai 2018 erhielt das ZHAW-Zentrum für Innovative Didaktik (ZID) eine Anfrage der Universität Kopenhagen für einen Austausch. Als Teil der Universitätsstrategie wurde in Kopenhagen ein Netzwerk aus Didaktikern und Fakultätsmitgliedern mit dem Titel «Teacher Network for Innovation and Entrepreneurship» ins Leben gerufen. Dieses soll den Studierenden einen interdisziplinären Austausch ermöglichen und erfinderische sowie innovative Kompetenzen vermitteln. So sollen die zukünftigen Arbeitskräfte mit innovativen Lösungsvorschlägen noch mehr zur Bewältigung aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen beitragen können. Neben Besuchen bei der ETH, der Universität Zürich und der Universität Freiburg in Deutschland waren die Kolleginnen und Kollegen sehr an der Arbeit des ZID interessiert. Dabei waren vor allem Inputs aus dem Bereich Didaktik und Digitalisierung gefragt.

Innovative Unterrichtsmethoden
Der stellvertretende Zentrumsleiter Mark Alder stellte den FLEX-Studiengang, dessen Konzeption und die gemachten Erfahrungen in der Umsetzung vor. In diesem Rahmen präsentierte er auch gleich das neue Lernfilmstudio mit all seinen Möglichkeiten – wie zum Beispiel zur Produktion der für den FLEX-Studiengang relevanten Lernvideos.

Ein zweiter wichtiger Baustein, der reges Interesse beim Besuch aus Kopenhagen hervorgerufen hat, war das Projekt «Kompetenzraster». Darin werden Kompetenzen formuliert, die abbilden, was die Studierenden am Ende des Studiums können sollen. Diese wurden in Zusammenarbeit mit den Studiengangleitenden entwickelt und sind ausgehend von der Auseinandersetzung mit typischen Berufs- und Tätigkeitsfeldern sowie Anforderungen an Absolventinnen und Absolventen des jeweiligen Studiengangs. Die Entwicklung der Kompetenzraster bildet die Basis für die Entwicklung der Kriterien zur Erfassung der Fach-, Methoden-, Sozial- und Selbstkompetenz der Studierenden und ermöglicht die Weiterentwicklung von Studienangeboten sowie die Förderung von kompetenzorientiertem Lehren und Lernen.

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Alexander Baumgartner, Leiter Dienstleistungen am ZID, konnte allen einen guten Einblick in die komplexe Materie geben. Hierbei kam das Thema der AACSB-Akkreditierung unweigerlich auch in der anschliessenden Diskussionsrunde zum Tragen. Da die jeweiligen kompetenzorientierten Studiengangziele aus den Kompetenzrastern ableitet werden, besteht ein enger Zusammenhang zum AACSB Standard 8, welcher sich mit «Assurance of Learning» befasst.

Tools zur Unterrichtsunterstützung
Der letzte, für die Delegation wichtigster Punkt, war das Modul BWL-Skills. Die Modulleiterin Andrea Reichmuth stellte dessen Inhalte kurz vor und erläuterte das didaktische Potenzial. Im Rahmen des Moduls kommen nämlich verschiedene interne wie externe Tools zur Aktivierung, Unterstützung und Bewertung der Studierenden zum Einsatz. So wurde beispielsweise die Plattform myStudybox und der ThesisWriter vorgestellt und deren Einsatzmöglichkeiten aufgezeigt. Sehr neugierig hat die Pilotstudie zu «gamebased Learning» gemacht, welche dieses Semester erstmals in einer Klasse durchgeführt wird.

In Anschluss an die Diskussionsrunde im Plenum konnten die Inhalte in Einzelgesprächen beim gemeinsamen Mittagessen vertieft werden. Nach knapp drei Stunden regen Austausches durften wir den Besuch mit einem Espresso-to-go zur Weiterreise verabschieden.

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