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Compliance bei Stiftungen und Vereinen – Toolkit für den Alltag

Am 5. Juli 2018 fand die Tagung «Compliance bei Stiftungen und Vereinen – Toolkit für den Alltag» im Rahmen der Veranstaltungsreihe Excellence in Compliance an der ZHAW School of Management and Law statt. Kooperationspartner war die Online-Plattform für Stiftungen und Vereine StiftungSchweiz.ch.

von Rita Pikó

Patrick Krauskopf begrüsst die Teilnehmer.

Patrick Krauskopf begrüsst die Teilnehmer.

Patrick Krauskopf, Leiter des Zentrum für Wettbewerbs- und Handelsrecht, betonte in seiner Begrüssung zur Veranstaltung Excellence in Compliance die zentrale Funktion von Compliance für gemeinnützige Stiftungen und Vereine und berichtete aus der Praxis, welche Konsequenzen Compliance-Verstösse haben können. Die Tagung wurde in drei Themenblöcke gegliedert.

Rita Pikó eröffnet den ersten Themenblock mit ihrem Vortrag.

Rita Pikó eröffnet den ersten Themenblock mit ihrem Vortrag.

I. Themenblock: Wertbasierte Compliance
Rita Pikó, Dozentin für Compliance an der ZHAW School of Management and Law, eröffnete den ersten Themenblock mit ihrem Vortrag über Compliance und Compliance-Management-Systeme bei Stiftungen und Vereinen. Dabei stellte sie einzelne Elemente eines möglichen Compliance-Management-Systems (CMS) für Non-Profit-Organisationen (NPOs) vor. Damit präsentierte sie den Dachverbänden, Stiftungen und Vereinen Lösungsvorschläge für ein verhältnismässiges und zweckdienliches CMS für NPOs.

Maria Testrup berichtet aus ihren Erfahrungen.

Maria Thestrup berichtet von ihren Erfahrungen.

Maria Thestrup, Leiterin des Global Compliance Office beim Internationalen Komittee vom Roten Kreuz (IKRK), referierte zu wertbasierter Compliance. Sie berichtete von ihren Erfahrungen darüber, die Compliance einer international tätigen Stiftung in 90 Ländern an 315 Niederlassungen mit 18’000 Mitarbeitern aufzubauen. Die zentrale Frage war dabei, wie man ein Umfeld für eine Organisation schaffen kann, das Machtmissbrauch nicht zulässt und Respektlosigkeit in zwischenmenschlichen Verhältnissen nicht toleriert.

François Geinoz sprach über den Fokus auf die echten Risiken.

François Geinoz sprach über den Fokus auf die echten Risiken.

Über die auf echte Risiken fokussierte Compliance bei Stiftungen sprach François Geinoz, Präsident von proFonds. Er betonte, wie wichtig verhältnissmässige Lösungen für die kleineren und mittleren Stiftungen und Vereine seien. Dabei stellte er sich die Frage, ob Vertrauen gut und Kontrolle besser oder «Kontrolle okay, Vertrauen besser» sei.

Paneldiskussion unter der Moderation von Rita Pikó

Paneldiskussion unter der Moderation von Rita Pikó

Unter der Moderation von Rita Pikó diskutierten im Anschluss Corinne Berger, Stellvertretende Leiterin der Meldestelle für Geldwäscherei (MROS), Doris Hutzler, Head of Investigations & SARs bei Credit Suisse, François Geinoz, Lukas von Orelli, Präsident von SwissFoundations und Peter Buss, Initiant von StiftungSchweiz.ch, auf dem Panel. Dabei fokussierte sich die Diskussionsteilnehmenden auf die Fragen, wie man den NPO-Sektor für Compliance sensibilisieren kann und welche der vorgestellten Compliance-Elemente verhältnismässig sind sowie zügig umgesetzt werden können.

Doris Hutzler stellt anhand eines fiktiven Beispiel die Meldung vor.

Doris Hutzler stellt anhand eines fiktiven Beispiel die Meldung vor.

Corinne Berger stellt anhand eines fiktiven Beispiel die Untersuchung vor.

Corinne Berger stellt anhand eines fiktiven Beispiel die Untersuchung vor.

II. Themenblock: Geldwäscherei und Terrorismusbekämpfung
Im zweiten Themenblock stellten Corinne Berger und Doris Hutzler im Rahmen ihres Vortrags über Verdachtsmeldungen an MROS wegen Geldwäscherei anhand eines fiktiven Beispiels vor, wie eine solche Meldung erfolgt und untersucht wird. Für viele Teilnehmende war es sehr spannend zu erfahren, wie das Verfahren wegen Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung in der Praxis nach der Meldung durch einen Finanzintermediär bei der MROS durchgeführt wird.

Beate Eckhardt berichtet aus Sicht der Stifutngen.

Beate Eckhardt berichtet aus Sicht der Stiftungen.

Im Anschluss daran berichtete Beate Eckhardt, Geschäftsführerin von SwissFoundations, von den GAFI-Empfehlungen und OECD-Forderungen aus Sicht der Stiftungen. Zudem betonte sie, wie wichtig es für den Sektor wäre, ihre Sicht auch der GAFI gegenüber darstellen zu können.

Christoph Degen gabpraktische Empfehlungen für die Teilnehmer.

Christoph Degen gab praktische Empfehlungen für die Teilnehmer.

III. Themenblock: Compliance-Toolkit für den Alltag
Im dritten Themenblock wurden praktische Empfehlungen für die Teilnehmenden mitgegeben. Zunächst sprach Christoph Degen, Geschäftsführer von proFonds, über Sorgfaltspflichten und Haftung von Stiftungsräten. Maria Thestrup berichtete über die Prozesse, wie NPOs ihre Förderer und Begünstigten verifizieren können (Know Your Donor and Beneficiary). Zuletzt führte Peter Buss mit Rita Pikó ein Zwiegespräch zur Transparenz als Voraussetzung für gute Compliance, um zu einer Diskussion mit den Teilnehmenden überzuleiten.

Peter Buss mit Rita Pikó beim Zwiegespräch.

Peter Buss mit Rita Pikó beim Zwiegespräch.

Im Anschluss an die Verabschiedung durch Felix Schraner von der ZHAW School of Management and Law konnten die Teilnehmenden bei einem Apéro die Konferenz ausklingen lassen.

Felix Schraner bei der Verabschiedung.

Felix Schraner bei der Verabschiedung.

Nächste Veranstaltung
Die nächste Veranstaltung (Compliance für Markenunternehmen ) wird in Kooperation mit Promarca am 13. September 2018 von 13.15–17.15 Uhr stattfinden.

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Für Auskünfte zu Excellence in Compliance wenden Sie sich bitte an Felix Schraner, Head Excellence in Compliance.

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