Buchpräsentation an der deutschen Botschaft

Auf Einladung des deutschen Botschafters Dr. Otto Lampe präsentierte Prof. Dr. Mathias Schüz sein neues Lehrbuch zur angewandten Unternehmensethik in Bern.

«Nicht zuletzt auch die Forschung im Bereich der Unternehmensethik hat dazu geführt, dass die Öffentlichkeit mehr für dieses Thema sensibilisiert ist», sagte Dr. Otto Lampe in seiner Begrüssungsrede. Dies zeige sich unter anderem im kürzlich erlassenen Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte, welcher Leitprinzipien für deutsche Unternehmen auf nationaler wie auch globaler Ebene formuliert. Der deutsche Botschafter in der Schweiz hatte SML-Dozent Prof. Dr. Mathias Schüz eingeladen,  um über die Forschung im Bereich der Unternehmensethik zu sprechen und sein Lehrbuch «Angewandte Unternehmensethik: Grundlagen für Studium und Praxis» vorzustellen.

Verantwortung und Ethik
In seiner Präsentation zeigte Mathias Schüz den Unterschied zwischen Verantwortung und Ethik auf. Verantwortung bedeute, Antwort zu geben auf die Frage «Was hast du getan?», und ist auf den ökologischen, ökonomischen und sozialen Bereich zu beziehen. Ethik könne man als das «gute Auskommen miteinander» verstehen, welches aber, je nach Zeitdimension und Reichweite, unterschiedliche Ethikansätze zur Folge haben kann. Eine gesunde Wirtschaft baue auf Tauschhandel auf, welcher fair sein müsse – sonst führe er zur Täuschung. Schrumpfende Ressourcen und die grössere Transparenz unter allen Stakeholdern mache es mittlerweile für Unternehmen unmöglich, das Thema Ethik zu umgehen.

Buchpraesentation

Im gediegenen Ambiete der Botschaft wurde angeregt über Unternehmensethik diskutiert

Rege Diskussion
Im Anschluss an den engagierten Vortrag wurde rege diskutiert. Welche Rolle spielt beispielsweise Compliance? Mathias Schüz regte dazu an, mehr auf Einsicht als auf Regeln zu setzen: Wie Praxisbeispiele zeigen, machen zu viele Regeln die Mitarbeitenden bewegungsunfähig, forcieren das Denunziantentum und gehen auf Kosten der Integrität. Auch zu viele direkte Handlungsanweisungen für Unternehmen zur Umsetzung von ethischen Massstäben seien nicht sinnvoll. Wichtiger sei es, für die Komplexität der Konsequenzen und die involvierten Anspruchsgruppen zu sensibilisieren, und beispielsweise mit Checklisten die eigenen Vorgehen und Entscheidungen auf verschiedene Aspekte hin zu überprüfen.

Kulinarischer Abschluss

Zum Abschluss der Veranstaltung bedankte sich Dr. Lampe für den ertrag- und lehrreichen Beitrag von Prof. Dr. Schüz, und lud die Teilnehmenden noch zu einem kulinarischen Imbiss in den Garten des Botschaftsgebäudes ein. Die Präsentation zum Thema Angewandte Unternehmensethik können Interessierte auf der Website der Botschaft herunterladen.

Auskunft: Mathias Schüz, Zentrum für Human Capital Management

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