ales "" & is zhaw mitarbeiter: "zhaw_staff"

5. Diversity Lunch: Vereinbarkeit von Karriere und Privatleben

Rund 60 Mitarbeitende diskutierten Anfang September am 5. Diversity-Lunch über die Vereinbarkeit von Karriere und Privatleben. Verantwortliche der AXA Winterthur und des HR der ZHAW gaben Auskunft über mögliche Modelle.

Nach der Eröffnung des Lunches durch Astrid Benz, Co-Beauftragte Diversity/Gender der SML, gab Yvonne Seitz, Head Diversity & Employer Attractiveness der AXA, in einem 30-minütigen Referat spannende Einblicke in die Implementierung von Work-Life-Balance. Die AXA Winterthur gilt hinsichtlich flexibler Arbeitsmodelle und familienfreundlicher Arbeitsbedingungen in der Schweiz als Vorreiterin. «Die Vereinbarkeit von Karriere und Privatleben ist individuell und die optimale Work-Life-Balance kann von Person zu Person stark variieren», sagt Yvonne Seitz. Die AXA versucht daher, diesen Bedürfnissen hinsichtlich flexibler Arbeitsmodelle gerecht zu werden und  mittels unterschiedlicher Lösungen betriebliche Anforderungen mit den individuellen Wünschen der Mitarbeitenden bestmöglichst zu kombinieren.

«Flexible Arbeitsmodelle beinhalten nebst Teilzeitarbeit ebenso die Förderung von Homeoffice, mobiler Arbeit, Jobsharing sowie einer flexiblen Stundeneinteilung», so Yvonne Seitz. «Unser Erfolg bei der Implementierung von flexiblen Arbeitsmodellen beruht auch auf der Einbindung an die Unternehmensstrategie sowie dem aktiven Einbezug von Geschäftsleitung und Management.» Dies zeigte sich beispielsweise im Gender-Mentoring-Programm der AXA, einem Programm, das Diversity erlebbar machen sollte und männliche und weibliche Blickwinkel zusammenführte. Seit der Implementierung des Programms ist der Frauenanteil im Senior Management bei der AXA Winterthur um 90 Prozent gestiegen, während sich in der selben Zeit die Anzahl Männer, die Teilzeit arbeiten, mehr als verdoppelt hat.

ZHAW auf dem zweiten Platz
Armin Dittli, Leiter HR der ZHAW, nahm in seinem Vortrag zu den Arbeitsmodellen Stellung und gab Auskunft darüber, wie weit fortgeschritten die Umsetzung von Work-Life-Balance an der ZHAW ist. 2015 belegte die ZHAW in einer Umfrage bei den acht grössten Arbeitgeber in Winterthur mit 36 Prozent Frauen und 32 Prozent Teilzeitangestellen im Kader den zweiten Platz. Matthias Fehlmann von der Stabstelle Diversity ging auf einige ausgewählte Angebote der ZHAW ein, wie subventionierte Krippenplätze oder das Mentoring ZFH Programm.  Weiter berichtete er von der Evaluation der aktuellen Situation an der ZHAW im Bereich Vereinbarkeit von Karriere und Privatleben durch die Fachstelle UND. Diese kam in ihren Empfehlungen zum Schluss, dass es vor allem mehr Information und Marketing der bestehenden Angebote sowie kommunikative Plattformen brauche.

Dass das Thema an der SML auf grosses Interesse stösst, zeigte sich in der hohen Teilnehmerzahl und der regen Diskussion des Publikums mit den Referierenden. Unter anderem kam die Frage auf, wie die AXA sicherstelle, dass bei einer Reduktion des Arbeitspensums auch die Arbeitsbelastung reduziert werde. Ein häufiges Problem bei Reduktionen sei ja, dass Arbeitnehmende zum Beispiel zwar nur noch 80 Prozent verdienen, häufig aber trotzdem 100 Prozent arbeiten. Yvonne Seitz empfahl, ein «Päckchen zusammenhängender Aufgaben zu schnüren», welches man an eine andere Person übergeben könne. Wichtig sei dabei, dass Lösungen gesucht würden, die sowohl die Bedürfnisse des Mitarbeitenden als auch des Unternehmens berücksichtige. Ein aktives Mitdenken von beiden Seiten sei dabei unerlässlich.

Die Teilnehmenden des Diversity Lunchs sind gespannt, was in dem Bereich an der ZHAW noch alles entsteht. Ansprechperson für die Vereinbarkeit von Arbeit und Privatleben bei der Stabstelle Diversity ist Matthias Fehlmann.

Auskunft: Astrid Benz, Co-Beauftragte für Gender/Diversity SML

Hinterlasse eine Antwort